Beyond Punishment

Beyond Punishment ist ein internationaler Dokumentarfilm des Berliner Filmproduzenten und Regisseurs Hubertus Siegert. Der Film zeigt, wie Täter und Opfer von Gewaltverbrechen aktiv in eine Auseinandersetzung miteinander treten.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Beyond Punishment
Genre: Dokumentation
Produktion: Deutschland
Jahr: 2015
Länge: 98 Minuten
Verleih: Piffl Medien GmbH
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Kamera: Marcus Winterbauer, Börres Weiffenbach, Jenny Lou Ziegel
Schnitt: Anne Fabini

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Beyond Punishment. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Beyond Punishment erzählt die Geschichten von Stiva und Erik, von Lisa, Leola und Sean sowie von Patrick und Manfred. Die Protagonisten dieser drei Fälle haben bislang keinen Frieden gefunden mit einer jeweils ihr Leben verändernden Gewalttat, weder die Opfer noch die Täter. Auch Jahre nach dem Strafurteil und verbüßter Zeit im Strafvollzugs sind beide Seiten weiterhin auf der Suche nach Möglichkeiten, die Tat und den Verlust zu verarbeiten.

Eine Jugendliebe in Norwegen endet in einem Mord, als Stiva seine 16-jährige Freundin Ingrid-Elisabeth aus Eifersucht tötet. Nach sechs Jahren Gefängnis kehrt Stiva zurück in den kleinen Ort, in dem Ingrid-Elisabeths Vater Erik immer noch zu Hause ist.

Lisa und Leola leben in der New Yorker Bronx, unweit des Supermarkts, wo ihr damals 16-jähriger Bruder und Sohn im Zorn erschossen wurde. Sie warten seit inzwischen elf Jahren darauf, dass der zu 40 Jahren Gefängnis verurteilte Sean die Tat zugibt.

Patricks Vater Gerold von Braunmühl, ein hoher Beamter im Außenministerium, wurde 1986 von der linksmilitanten RAF getötet. Es gibt ein Bekennerschreiben, doch die Täter sind bis heute unbekannt. Gleichwohl findet Patrick im Film ein Gegenüber - Manfred Grashof, der als Gründungsmitglied der ersten Generation der RAF einen Polizisten getötet hat.

Der Film erzählt parallel die Entwicklung einer Annäherung von Hinterbliebenen und Tatverantwortlichen in den drei unterschiedlichen Fällen. Er konzentriert sich auf die Beobachtung der Protagonisten in ihrem Alltag und ihren Umgang mit dem Geschehenen. Der Regisseur des Films wendet sich aus dem Off mit Fragen an die Protagonisten und bietet dadurch Möglichkeiten zu einem Annäherungsprozess. Ausgangspunkt des Dokumentarfilms ist das Hochsicherheitsgefängnis von Green Bay, wo die Verantwortlichen von Gewalttaten in der Regel für Jahrzehnte eingeschlossen werden. Dort findet regelmäßig das Challenges and Possibilities Program statt, das jeweils 15-20 Inhaftierte bei der Resozialisierung und Änderung ihrer Verhaltens- und Denkweisen unterstützt. Unter der Leitung der ehemaligen Richterin des Wisconsin Supreme Court, Janine Geske, begegnen zum Abschluss des Programms alle halbe Jahre 30 Häftlinge einer Besuchergruppe aus Verbrechensopfern und Angehörigen zu einem dreitägigen Gesprächskreis. Im Sinne der Restorative Justice reden Verbrechensopfer und Tatverantwortliche über das Geschehene und nehmen eine Stellvertreterrolle für die Täter- oder Opferseite ein. Der Film untersucht die Reaktionsmöglichkeiten auf Gewalt und Strafe auf beiden Seiten.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Beyond Punishment": 2,9 von 5 Punkten - der Film ist OK, man kann ihn sich anschauen. Er ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

DVD und Blue-ray

DVD

Titel: Beyond Punishment
Label: Indigo
Releasedatum: 13.11.2015
Laufzeit: 98 Minuten
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
EAN: 4015698003451
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Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Beyond Punishment aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.