Gestrandet

Gestrandet ist ein Dokumentarfilm der deutschen Filmregisseurin und Drehbuchautorin Lisei Caspers. Der unter anderem von der Nordmedia und der FFA geförderte Film erlebte am 20. Januar 2016 im Wettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis in Saarbrücken seine Premiere. Deutscher Kinostart war am 7. April 2016.

Willkommen im Alltag - 'Gestrandet' begleitet Flüchtlinge und Helfer beim Start in ein neues Leben. (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Gestrandet
Genre: Dokumentation
Produktion: Deutschland
Jahr: 2016
Länge: 78 Minuten
Verleih: Pandora Filmverleih

Besetzung und Crew

Regie:
Drehbuch: Lisei Caspers
Kamera: Fabian Klein
Schnitt: Jamin Benazzouz

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Gestrandet. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der Film begleitet über einen Zeitraum von 19 Monaten fünf Flüchtlinge aus Eritrea, die Ende 2013 in der kleinen ostfriesischen Ortschaft Strackholt im Landkreis Aurich einquartiert werden. In dem landwirtschaftlich geprägten, weitgehend homogenen Dorf fallen die Männer aufgrund ihrer Hautfarbe auf. Dennoch begegnen die Einwohner den Flüchtlingen mit Offenheit und Herzlichkeit. Vor allem der pensionierte Lehrer Helmut Wendt und die Journalistin Christiane Norda versuchen, den Afrikanern zu helfen.

Helmut macht Aman, Osman, Ali, Hassan und Mohammed nicht nur mit der deutschen Sprache vertraut, sondern erklärt ihnen auch die Kraftfutterproduktion oder den Kondomautomaten im Ort. Christiane begleitet die Männer unter anderem bei Ämtergängen und unterstützt sie bei der Korrespondenz mit den Behörden, die über ihren Asylantrag zu entscheiden haben. Anfangs nehmen die Eritreer die Hilfsangebote mit Elan an und versuchen vorbildlich, sich zu integrieren. Sie lassen sich das Boßeln, eine für sie gänzlich unbekannte Sportart, erklären, beteiligen sich am traditionellen Ossiloop und verfolgen gemeinsam mit den Strackholtern Spiele der deutschen Nationalmannschaft während der Fußball-WM in Brasilien. Von der Gemeinde vermittelte Ein-Euro-Jobs begreifen sie als Gelegenheit, der Isolation in ihrem etwas abseits gelegenen Backsteinhaus entkommen zu können.

Das Alltagsleben der Afrikaner in Strackholt wird im Film von Erinnerungen an ihre Flucht unterbrochen. Die fünf Männer gelangten über den Sudan und Libyen, nach gefährlicher Überquerung der Sahara und des Mittelmeeres, nach Norddeutschland. Ali und Mohammed wurden in Libyen monatelang in einem Gefängnis festgehalten, bevor sie fliehen konnten. Aman, der als Einziger der Gruppe passabel Englisch spricht, musste mitansehen, dass mehrere Gefährten die Durchquerung der Wüste auf völlig überfüllten Land Cruisern nicht überlebten. Der gehörlose Osman verlor durch Verfolgung und Flucht zwei Brüder und seinen Vater.

Alle Männer bangen um ihre Angehörigen in der Heimat und verzweifeln zunehmend daran, sie finanziell nicht unterstützen zu können. Die lange Wartezeit bis zur Behandlung ihres Asylantrages zermürbt die Flüchtlinge, deren anfänglicher Enthusiasmus sich immer mehr in Depression verkehrt. Teilweise verweigern sie weitere gemeinsame Unternehmungen mit den Dorfbewohnern und verschanzen sich in ihrer Unterkunft. Unter dieser Entwicklung haben auch die ehrenamtlichen Helfer zu leiden, obwohl sie das Verhalten der Asylbewerber größtenteils nachvollziehen können.

Am Ende des Films wird allen fünf Männern Bleiberecht gewährt, was die Situation entspannt. Osman, der in Strackholt mehrere Freunde gefunden hat, bleibt im Dorf; seine vier Landsleute versuchen anderenorts, einen Job zu finden.

DVD und Blue-ray

DVD

Titel: Gestrandet
Label: Pandora Filmverleih (Alive AG)
Releasedatum: 18.11.2016
Laufzeit: 80 Minuten
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Format: Dolby, PAL
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Discs: 1
EAN: 4042564162813
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Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Gestrandet (2016) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.