Der Fall Collini

Der Fall Collini ist ein deutscher Politthriller von Marco Kreuzpaintner, der am 18. April 2019 in die deutschen Kinos kam. Es handelt sich um eine Verfilmung des Romans Der Fall Collini von Ferdinand von Schirach aus dem Jahr 2011.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Der Fall Collini
Genre: Gericht, Drama, Thriller
Produktion: Deutschland
Jahr: 2019
Länge: 123 Minuten
Verleih: Constantin Film Verleih
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Christian Zübert, Robert Gold, Jens-Frederik Otto
Kamera: Jakub Bejnarowicz
Schnitt: Johannes Hubrich

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Der Fall Collini. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Nachdem im Jahr 2001 der angesehene Industrielle Jean-Baptiste Meyer in seiner Hotelsuite in Berlin ermordet worden ist, stellt sich der pensionierte Gastarbeiter Fabrizio Collini in der Lobby widerstandslos der Polizei als Täter. Der junge Rechtsanwalt Caspar Leinen, der gerade erst seine Zulassung bekommen hat, wird als sein Pflichtverteidiger bestellt. Er erfährt, dass es sich bei dem Toten um "Hans" Meyer handelt, der wie ein Ersatzvater für ihn war, mit dessen Enkel Philippe er zur Schule ging und mit dessen Enkelin Johanna er liiert war. Nachdem Starverteidiger Mattinger, der die Familie des Ermordeten als Nebenkläger vertritt, ihm dazu rät, behält er dennoch das Mandat trotz seiner Bedenken wegen Befangenheit.

Da Collini beharrlich schweigt, scheint der Fall aussichtslos. Mattinger schlägt Leinen vor, um den Prozess abzukürzen, solle er Collini zu einem Geständnis bringen, im Gegenzug würde der Oberstaatsanwalt nur auf Totschlag statt Mord plädieren. Als im Gericht aber die Tatwaffe präsentiert wird, fällt Leinen ein, dass Philippe ihm in Meyers Bibliothek die gleiche Waffe gezeigt hatte. Es ist eine Walther P38, die heute von Tätern eher selten benutzt werden. Nachdem Leinen eine mehrtägige Unterbrechung der Verhandlung erwirkt hat, fährt er nach Montecatini, dem Heimatdorf Collinis, während sein Vater in Ludwigsburg Akten zu NS-Verbrechen studiert. Leinen trifft Claudio Lucchesi, der ihm erzählt, was 1944 passiert ist und in Rückblenden gezeigt wird: Als junger SS-Sturmbannführer leitete Hans Meyer in der Toskana eine Vergeltungsmaßnahme für ein Attentat von Partisanen. Unter den willkürlich Ausgewählten ist auch der Vater von Collini. Der Sohn wird von Meyer gezwungen, mit anzuschauen, wie der durch das Schießkommando schwerverletzte Vater mit mehreren Pistolenschüssen hingestreckt wird. Lucchesis Vater war dabei als Dolmetscher tätig und wurde deshalb kurz nach dem Krieg als Kollaborateur hingerichtet. Mattinger versucht Leinen davon abzuhalten, dies vor Gericht vorzubringen, indem er ihm lukrative Wirtschaftsfälle in Aussicht stellt, doch Leinen geht nicht darauf ein.

Im Prozess ist nun auch Collini bereit, über seine Motivation zu reden. Mattinger entgegnet, dass Collini und seine Schwester bereits 1968 Strafanzeige gegen Meyer gestellt hätten und das Verfahren damals eingestellt worden sei. Leinen recherchiert, dass es dabei nicht um die Schuldfrage ging, sondern wegen einer kurz zuvor erfolgten Gesetzesänderung NS-Verbrechen wie das von Meyer nur noch als Totschlag eingestuft wurden und deshalb verjährt waren. Leinen konfrontiert den damals im Gesetzgebungsverfahren mit involvierten Mattinger damit, der schließlich eingesteht, dass dies Unrecht gewesen sei. Als am nächsten Tag das Urteil verkündet werden soll, erklärt die Richterin, dass Collini in der Nacht Suizid begangen habe. Zuvor hat er Leinen noch ein Foto seines Vaters geschickt.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Der Fall Collini": 4,1 von 5 Punkten - ein insgesamt sehr guter Film, der auf jeden Fall sehenswert ist!

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Der Fall Collini (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.
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