Gelobt sei Gott

Gelobt sei Gott ist ein französischer Spielfilm von François Ozon aus dem Jahr 2018. Das Drama thematisiert nach wahren Begebenheiten den Kindesmissbrauch in der Katholischen Kirche.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Grâce à Dieu
Genre: Drama
Jahr: 2019
Länge: 137 Minuten
Verleih: Pandora Filmverleih
FSK: 6

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: François Ozon
Kamera: Manuel Dacosse
Schnitt: Laure Gardette

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Gelobt sei Gott. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Lyon, im Januar 2014: Der überzeugte Katholik Alexandre ist Familienvater und arbeitet als Finanzexperte für das Fernsehen. Als Jugendlicher wurde er bis Sommer 1986 von katholischen Geistlichen Bernard Preynat missbraucht. 30 Jahre später wendet sich Alexandre an das unter Kardinal Philippe Barbarin geleitete Erzbistum Lyon, da er durch Zufall herausgefunden hat, dass Preynat noch immer mit Jugendlichen zusammenarbeitet. Nach einem intensiven Briefwechsel kommt es zwischen Alexandre, der für das Bistum arbeitenden Psychologin Régine Maire und Preynat zu einem gemeinsamen Treffen, das für Alexandre enttäuschend verläuft. Preynat gibt zwar zu, pädophil zu sein, bittet aber nicht um Vergebung. Alexandre wendet sich daraufhin an Kardinal Barbarin, der zwar mit ihm spricht und seine ältesten Söhne firmt, aber den Skandal nicht öffentlich machen möchte.

Als ein Jahr später der Vatikan ein Verfahren gegen einen pädophilen polnischen Priester eröffnet, versucht Alexandre weitere frühere Opfer zu finden. Die meisten scheuen sich aber vor dem Schritt in die Öffentlichkeit. Alexandre findet heraus, dass Preynat bis 1993 Jugendliche missbraucht hat, die meisten Fälle aber bereits verjährt sind. Als Preynat nicht abgesetzt wird, erstattet Alexandre offiziell Anzeige gegen ihn bei der Polizei. Er findet in François und Emmanuel zwei weitere Mitstreiter, die von Preynat missbraucht wurden. Der impulsive François erfuhr Rückhalt durch seine Eltern, die aber aus Angst um ihren Ruf in der Gemeinde nicht gegen den Priester vorgingen. Emmanuel war als Kind hochbegabt und leidet heute unter epileptischen Anfällen und einer Peniskrümmung, die aber nach so langer Zeit nicht mit Sicherheit mit dem Missbrauch in Verbindung gebracht werden kann. Er versucht sich durch Sport abzulenken. Alexandres Ehefrau Marie erzählt Emmanuel, dass sie selbst als Kind durch einen Nachbarn missbraucht wurde und so die Kraft findet, gemeinsam mit ihm zu kämpfen.

Auf der Polizeiwache gibt Preynat, der einem Verfahren wegen Missbrauch und Vergewaltigung Minderjähriger entgegensieht, gegenüber Emmanuel die Taten zu. Die Betroffenen und ihre Angehörigen schließen sich zu einer Gruppe namens La parole libérée zusammen und gehen an die Öffentlichkeit. Auch Kardinal Barbarin wendet sich an die Presse und sorgt für einen Eklat, als er die Worte "Gelobt sei Gott" benutzt, um seine Erleichterung darüber auszudrücken, dass der Großteil der Missbrauchsfälle in der Zwischenzeit verjährt sind. Der Papst hebt daraufhin die Verjährung auf.

Weihnachten 2016 verbringen die Aktivisten von La parole libérée gemeinsam in Lyon. Einige wie der Arzt Gilles und seine Ehefrau entscheiden sich ihre Mitarbeit aufzugeben, um Ruhe zu finden. François ist Apostat geworden. Alexandre, zu Beginn des Films ein gläubiger Katholik, ist über seinen Glauben verunsichert: Auf die Frage seines Sohnes, ob sein Vater noch an Gott glaube, gibt er keine Antwort.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Gelobt sei Gott": 2,8 von 5 Punkten - der Film ist OK, man kann ihn sich anschauen. Er ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Gelobt sei Gott aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.