Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya ist ein Spielfilm von Teona Strugar Mitevska aus dem Jahr 2019. Die Gesellschaftssatire handelt von der arbeitslosen, frustrierten Mazedonierin Petrunija , die als Frau verbotenerweise in eine Männern vorbehaltene religiöse Prozession eingreift.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Gospod postoi, imeto i' e Petrunija, Господ постои, името ѝ е Петрунија
Deutscher Titel: Gott existiert, ihr Name ist Petrunya
Genre: Drama, Komödie
Jahr: 2019
Länge: 100 Minuten
Verleih: jip film & verleih
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Elma Tataragic, Teona Strugar Mitevska
Produktion: Labina Mitevska
Kamera: Virginie Saint Martin
Schnitt: Marie-Hélène Dozo

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Gott existiert, ihr Name ist Petrunya. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Die nordmazedonische Stadt Štip, in der Gegenwart: Die übergewichtige Petrunija ist 32 Jahre alt und lebt noch immer bei ihren Eltern Vaska und Stojan. Sie hat erfolgreich ein Geschichtsstudium absolviert, findet aber damit keine Arbeit. Nach einem herabwürdigenden und nicht erfolgreichen Vorstellungsgespräch in einer Textilfabrik, trifft Petrunija durch Zufall auf eine heilige Prozession - die Männer der Stadt sind unterwegs zum Fluss, wo ein Priester wie jedes Jahr am Dreikönigstag ein heiliges Kreuz von einer Brücke wirft. Derjenige, der das Kreuz zuerst findet, soll das ganze Jahr über Glück haben. Aus einem animalischen Instinkt heraus springt Petrunija angezogen ins kalte Wasser und gelangt als erste an das kleine Holzkreuz. Die Männer entwenden ihr aber den Glücksbringer, entgegen den Protesten des Priesters Kosta, der auf die Rückgabe an Petrunija besteht. Petrunija gelingt es aber, das Kreuz zurückzuerlangen und nach Hause zu flüchten.

Bald schon wird Petrunija von der Polizei gesucht, da der kirchliche Kanon nur die Teilnahme von Männern vorsieht. Auch wurde Petrunijas Aktion von TV-Kameras und Augenzeugen aufgenommen und gelangt schon bald ins Fernsehen und auf Videoportale im Internet. Während ihre Freundin Blagica sie lobt und ihr Vater die Aktion toleriert, erfährt Petrunija Widerstand von ihrer konservativen und religiösen Mutter, die sie aus Wut verstößt und die Polizei ruft. Es kommt zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den beiden, ehe Petrunija von der Polizei verhaftet und auf das Revier gebracht wird. Der Erzbischof ist zornig vor Wut und wirft Petrunija blasphemisches Verhalten vor. Sie habe mit ihrer Teilnahme die Tradition entweiht. Der Priester Kosta könnte mit einer Lüge die Situation lösen, er weigert sich jedoch, dass ein Verfahren gegen Petrunija eingeleitet wird. Sie soll das Kreuz freiwillig zurückgeben. Petrunija gibt sich aber im Verhör selbstbewusst und stur, auch als sie von Polizei und Justiz verbal unter Druck gesetzt wird.

Die unter familiären Problemen leidende Fernsehjournalistin Slavica, die von der Prozession berichtete, sieht in den Vorgängen eine Top Story und beginnt über Petrunija zu recherchieren. Gleichzeitig sammelt sich eine Horde Männer vor dem Polizeirevier, die die Herausgabe des Kreuzes fordern. Petrunija wird bei ihrer Entlassung von den Männern angegriffen und aus Sicherheitsgründen wieder zurück in die Polizeistation gezogen. Sie knüpft zärtlich Bande zu dem jungen und verständnisvollen Polizisten Darko. Trotz des Eingreifens des Priesters eskaliert vor der Wache die Situation. Der Polizeichef nimmt Petrunija das Kreuz ab und verschließt es im Safe. Gleichzeitig wird ein junger Mann, der sich als eigentlicher Sieger der Prozession sieht, verhaftet. Er beschimpft und bespuckt Petrunija, die glaubt, sich am heutigen Tag in einen "Wolf" verwandelt zu haben. Aussprachen auf dem Revier mit Slavica, ihrer nicht verständnisvollen Mutter, dem Priester oder einem Staatsanwalt führen zu keinem Ergebnis. Am Ende darf Petrunija trotz Beschimpfungen seitens der Männer das Kreuz behalten, gibt es aber dem Priester zurück, da sie es eigenen Angaben zufolge nicht mehr benötige. Während Slavica vor der laufenden Kamera die Verhältnisse in Nordmazedonien mit denen des Mittelalters vergleicht, verlässt Petrunija die Polizeistation. Sie plant, weiterhin in Kontakt mit Darko zu bleiben.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya": 3,2 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Gott existiert, ihr Name ist Petrunya aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.