Der Mann aus dem Eis

Der Mann aus dem Eis ist ein deutsch-italienisch-österreichischer Abenteuerfilm von Felix Randau, der am 8. August 2017 im Rahmen des Internationalen Filmfestivals von Locarno seine Premiere feierte.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Der Mann aus dem Eis
Genre: Drama, Abenteuer
Jahr: 2017
Länge: 96 Minuten
Verleih: Port au Prince Pictures GmbH
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Felix Randau
Kamera: Jakub Bejnarowicz
Schnitt: Vessela Martschewski

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Der Mann aus dem Eis. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Vor 5300 Jahren, während der späten Jungsteinzeit in den Ötztaler Alpen, hat sich ein Clan in der Nähe eines Baches niedergelassen. Ziegen und Schweine in Haustierhaltung bilden die Nahrung, ergänzt von Fallenstellerei und Jagd mit Pfeil und Bogen im Gebirge. Pelze sorgen für Wärme; an einem einfachen Webstuhl wird zudem Tuch produziert. Rituale bieten der Gruppe Zusammenhalt. In ihrem Zentrum steht das "Tineka", ein Kultgegenstand in einer kleinen, sehr sorgfältig gearbeiteten Holzschatulle, die bei mehreren Gelegenheiten ehrfürchtig kurz geöffnet und wieder geschlossen wird. Während Kelab in den Bergen auf die Jagd geht, wird seine Siedlung angegriffen. Drei Männer ermorden alle Bewohner, auch Kelabs Frau Kisis und seinen älteren Sohn, dem es jedoch tödlich verwundet gelingt, den Säugling zu retten. Die Angreifer setzen die Hütten des Dorfes in Brand. Aus den sprachlichen Äußerungen, die unübersetzt bleiben, aber durch den Kontext zu interpretieren sind, geht hervor, dass es den Männern nur darum ging, das Heiligtum der Gemeinschaft, das Tineka, in ihren Besitz zu bringen.

Kelab sieht aus der Höhe die Siedlung brennen. Als er zurückeilt, sieht er von ferne drei Männer auf dem Weg in die Berge. Zurück im Tal findet er die Leichen und kann nur noch das Totenritual für seine Frau durchführen. Er entdeckt, dass das Tineka fehlt. Mit dem Baby im Gepäck und einer angeleinten Ziege nimmt er die Verfolgung der drei Männer auf - und trifft auch schnell auf eine Gruppe, die er für die Raubmörder hält. Kelab stranguliert einen der Männer zu Tode, dem zweiten schlägt er mit einem Stein gegen den Kopf, er bleibt liegen. Den dritten, gefesselten jungen Mann verschont er zunächst. Sie führen viele Waren mit sich, in denen Kelab aber das Tineka nicht findet. Er befreit den jungen Mann und lässt ihn laufen. Zu einem sprachlichen Austausch kommt es nicht, auch nicht mit dem Befreiten. Kelab verscheucht ihn. Den Säugling, den Kelab der mitgeführten Ziege zum Trinken anlegte, kann er später einem Paar überlassen, das isoliert auf höherem Terrain lebt und wohl wegen des hohen Alters des Mannes kinderlos ist. Mit dem Einverständnis des Mannes hat die Frau zuvor versucht, Kelab einen Beischlaf abzunötigen, dem er sich jedoch verweigert. Die Kommunikation verläuft auch hier weitestgehend nonverbal. Sprache scheint nur in Familien rudimentär verständlich zu sein. Emotionale Laute, Schreie müssen zwischen allen einander fremden Akteuren zur Verständigung dienen. Von den fliehenden Räubern des Tineka stirbt einer bei einem Absturz; von den beiden anderen ist einer am Knie verletzt. Kelab kann beide erstmals auf einem Gletscherfeld stellen; er stürzt jedoch vor dem kämpferischen Zusammenprall in eine Gletscherspalte, in der er für tot gehalten zurückgelassen wird. Nach einiger Zeit wird ihm ein Seil herabgelassen. Er erkennt, wieder auf dem Gletscherplateau zurück, dass es von dem zuvor von ihm geretteten jungen Mann stammt, der ihm bis hierhin gefolgt ist und nun seinen eigenen Weg nimmt. Kelab kann den Spuren im Schnee in das nächste Tal hinab folgen, in dem die beiden verfolgten Männer mit einer Frau und zwei Kindern in Zelten leben. Beide tötet er, widersteht dann jedoch der Möglichkeit der vollständigen Rache: Die Frau und die zwei Kinder der Getöteten lässt er am Leben und hilft ihnen wortlos bei der Verbrennung der beiden Leichen.

Auf dem Rückweg über die Berge öffnet Kelab ein letztes Mal das zurückeroberte Tineka: In der Schatulle ist ein polierter dunkler Achat befestigt, ein früher Spiegel. Dann wirft er die Schatulle in die Tiefe. Wenig später wird Kelab von jenem der beiden älteren Männer, den er zuvor mit einem Stein vermeintlich erschlagen hatte, mit einem Pfeil niedergestreckt. Dieser hatte die Attacke überlebt und ist ihm unbemerkt gefolgt. Sterbend rollt Kelab einen Hang hinab und bleibt in der verdrehten Position liegen, in der er Jahrtausende später aufgefunden werden wird.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Der Mann aus dem Eis": 3,2 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Der Mann aus dem Eis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.