Mr. Nobody

Mr. Nobody ist ein romantisches Fantasy-Drama des Regisseurs und Drehbuchautors Jaco Van Dormael aus dem Jahr 2009.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Mr. Nobody
Genre: Fantasy, Sci-Fi, Drama
Jahr: 2009
Länge: 138 Minuten
Verleih: Concorde Film
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Jaco Van Dormael
Produktion: Philippe Godeau, Bert Hamelinck, Christian Larouche, Daniel Marquet, Frank Van Passel
Kamera: Christophe Beaucarne

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Mr. Nobody. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der Film Mr. Nobody befasst sich mit den Schwierigkeiten und Auswirkungen von Entscheidungen.

Die Geschichte erzählt dabei von einem neunjährigen Jungen, Nemo Nobody, der auf einem Bahnhof wählen muss, ob er nach der Scheidung seiner Eltern mit seiner Mutter mitgehen oder bei seinem Vater bleiben will.

Während des Überlegens bildet Nemo diverse Charaktere, unter anderem sich selbst, die in der Darstellung vor einem Szenenwechsel, zwischen den unterschiedlichen Szenarien, stets wieder ab- und neu aufgebaut werden. Bei seinen Gedankengängen zur besten Entscheidung verlässt sich das Kind auf seine Allwissenheit der Dinge, über die es verfügt, da es von den "Engeln des Vergessens", die laut Erzählung allen Kindern vor deren Geburt ihr Wissen nehmen, übersehen wurde. Dieser Faktor ermöglicht dem Jungen sehr ausgeprägte Vorstellungen seiner möglichen Zukünfte, die er sich alle ansieht wie in einem Kino und die er in gewisser Weise auch tatsächlich alle durchlebt. Dies zeigt sich, da ihm beim Wechsel der Szenarien - der häufig geschieht, um die Unentschlossenheit darzustellen - selbst Verwechslungen unterlaufen.

Es gibt im Laufe des Vorganges der Entscheidungswahl drei Grundideen, zwischen denen der Hauptcharakter wechselt. Während dieser bringen erneute Entscheidungen teilweise Ergebnisse, die Nemo nicht gefallen, sodass er zurückspult und andere Versionen ausprobiert, es bleibt jedoch bei den Ursprüngen.

Die drei Möglichkeiten unterscheiden sich insbesondere dadurch, für welches der drei Mädchen Anna, Elise oder Jeanne, die er aus seiner Heimatstadt kennt, er sich später entscheiden wird.

Anna lernt Nemo näher kennen, als er zunächst seiner Mutter folgt; Elise trifft er wieder, während er sich um seinen erkrankten Vater kümmert, und seine Beziehung mit Jeanne ist Ergebnis einer Eskalation, als der Weg mit Elise zunächst zu scheitern droht. Letzterer Weg stellt hierbei dar, wie die verschiedenen Gedankengänge einander beeinflussen, denn er trifft die Entscheidung, sich Elises Verhalten ihm gegenüber in derart großem Rahmen gefallen zu lassen, in vielen Punkten seiner Mutter wegen. Während er mit Anna zwar reichlich Trennungen miterlebt, aber sich zum Ende dieses Szenarios hin in einer sehr glücklichen Position wiederfindet, hat er in den Szenarien mit den anderen beiden Frauen viel tiefgreifendere Probleme. Elises entstehende Depression beispielsweise entwickelt sich aus dem Zwang, mit dem Nemo sie in die Beziehung drängte, obwohl sie einen anderen liebte.

Die Erzählung des Filmes beginnt am Ende eines der drei Pfade, als Nemo in einer Zukunft, in der die biologische Unsterblichkeit errungen wurde, einem sensationsgierigen Journalisten ein Interview gibt. Nemo selbst ist hier der letzte sterbliche Mensch, 118 Jahre alt und dem Tode nahe. Nemo erzählt dem Journalisten nicht nur von seinen vielen möglichen Leben, sondern versucht auch, seinem Gesprächspartner zu erklären, dass sie beide gar nicht existieren, sondern nur Gestalten der Ideen seines eigenen neunjährigen Ichs sind; der Journalist versteht jedoch nur wenig.

In einer der erinnerten Zukunftsvarianten des Jungen aus dem Pfad mit Elise traf ein alternder Nemo auf eine alternde Anna, die hier eine Wissenschaftlerin war, die das Wesen von Raum und Zeit studierte. Elise war längst tot, und Nemo verstreute ihre Asche auf dem Mars, wie er ihr mit 15 versprochen hatte. Anna sagte Nemo damals, dass am 14. Februar 2092, 4:50 Uhr morgens etwas Besonderes passieren wird. Zu diesem Zeitpunkt werde das Universum aufhören zu expandieren. Der Raum werde anfangen, sich wieder zusammenzuziehen und die Zeit werde vielleicht beginnen, rückwärts zu laufen. Nemo erhofft sich davon in der Zukunftsvariante mit dem Interview eine zweite Chance. Wenige Sekunden vor dem Termin verliert der Sterbende das Bewusstsein. Doch tatsächlich beginnt die Uhr, rückwärts zu laufen, und Nemo erwacht wieder. Der Film endet mit einer Szene von plaudernden Jugendlichen auf einem Bootssteg im Sommer.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Mr. Nobody": 4 von 5 Punkten - der Film ist gut und man macht nichts falsch, wenn man ihn sich anschaut!

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Mr. Nobody aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.