Glaubensfrage

Glaubensfrage ist ein Spielfilm des US-amerikanischen Regisseurs und Dramatikers John Patrick Shanley aus dem Jahr 2008. Das Drama basiert auf Shanleys preisgekröntem Bühnenstück Doubt: A Parable und stellt die Direktorin einer katholischen Schule in den Mittelpunkt, die einen populären Priester des Kindesmissbrauchs bezichtigt.

An einer katholischen Klosterschule reibt sich der Liberalismus von Pater Flynn mit der Strenge der Leiterin, Schwester Aloysius. Es kommt zu einer Explosion des Konfliktes um Glauben, Macht und Autorität ... (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Doubt
Deutscher Titel: Glaubensfrage
Genre: Drama
Produktion: USA
Jahr: 2008
Länge: 104 Minuten
Verleih: Walt Disney Germany
FSK: 6

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: John Patrick Shanley
Produktion: Scott Rudin
Kamera: Roger Deakins
Schnitt: Dylan Tichenor

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Glaubensfrage. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

New York im Herbst des Jahres 1964: die im Stadtteil Bronx gelegene katholische Privatschule St. Nicholas wird mit strenger Hand von Schwester Aloysius Beauvier geführt. Die herbe Direktorin schüchtert sowohl Schüler als auch Schwestern durch harte Disziplin ein. Nur einer alternden Mitschwester, die langsam erblindet und die sie vor dem Altersheim bewahren möchte, ist Schwester Aloysius gutgesinnt. Ihrer altmodischen Auffassung nach kann die Schulgemeinschaft nur in einer Umgebung von Disziplin, Strafe und Angst funktionieren. Schwester Beauviers Ansichten werden aber nicht von jedem geteilt. Der charismatische und idealistische Priester Flynn arbeitet gegen das veraltete System der Schuldirektorin und nimmt sich des jungen Donald Miller an, dem ersten farbigen Schüler in St. Nicholas. Dieser ist aufgrund seiner Hautfarbe regelmäßigen Schikanen seiner Mitschüler ausgesetzt. Der Priester ermutigt den Jungen im Sport und beruft ihn als Ministranten.

Als Donald in einer ihrer Schulstunden zu Pater Flynn ins Pfarrbüro gerufen wird, meldet die junge Geschichtslehrerin Schwester James ihre Beobachtungen Schwester Aloysius. Der Pfarrer hatte unter anderem ein Unterhemd Donalds in dessen Spind zurückgelegt. Beide stellen daraufhin Pater Flynn zur Rede, der aber keine schlüssige Erklärung für das heimliche Treffen mit dem Jungen abgeben möchte. Obwohl keine handfesten Beweise vorliegen, nimmt Schwester Aloysius das Schlimmste an und verdächtigt den beliebten Priester des sexuellen Missbrauchs an dem Jungen, den er in der Sakristei mit Wein gefügig gemacht habe. Pater Flynn erklärt aber, dass Donald selbst vom Messwein getrunken habe. Er wolle den Fehltritt des Jungen geheim halten, um diesen zu schützen. Während Schwester James an der Schuld von Pater Flynn zu zweifeln beginnt, ist Schwester Aloysius weiterhin fest von einer Übeltat des Paters überzeugt.

Schwester Aloysius wendet sich daraufhin an Mrs. Miller, die Mutter des Jungen. Um diese gegen Pater Flynn einzunehmen, droht sie Donald der Schule zu verweisen und weiht sie in ihren Verdacht ein. Trotz der Vorwürfe versucht die Mutter des Jungen verzweifelt, einen Verweis ihres Sohnes zu verhindern. Mrs. Miller äußert, sie sei sich darüber im Klaren, dass Donald "anders" sei und über die Freundlichkeit des Paters froh sei. Er werde von seinem Vater nicht akzeptiert und geschlagen und würde an einer normalen Schule nicht lange überleben. Pater Flynn, der von der Unterhaltung zwischen Schwester Aloysius und Donalds Mutter erfahren hat, sucht daraufhin die Konfrontation mit der Direktorin. Diese behauptet, mit einer Nonne in seiner alten Pfarrei telefoniert zu haben, die ihr alles über Pater Flynns Vergangenheit erzählt habe. Pater Flynn verlässt nach der Konfrontation sowohl die Schule als auch seine Kirchengemeinde, wird aber in einer anderen Gemeinde zum Pfarrer und Schuldirektor ernannt. Am Ende des Films gesteht Schwester Aloysius Schwester James, dass der Telefonanruf eine Lüge war, um den Pater trotz des Mangels an Beweisen zu überführen, da ein Rücktritt ihre Vermutungen bestätigen würde. Unter Tränen sieht sie ein, dass es sie viel gekostet hat, zu solchen Maßnahmen gegriffen zu haben, da sie seitdem von starken Zweifeln geplagt wird. Diese Schlussszene nimmt Bezug auf die Predigt von Pater Flynn zu Beginn des Filmes, die "Zweifel" zum Thema hatte und von der Direktorin als "unkonventionell" aufgefasst wurde. Offen bleibt, ob Schwester Aloysius nun religiöse Glaubenszweifel hat oder an ihrer vorigen Gewissheit über die Schuld des Paters zweifelt. Gleichfalls löst der Film nicht auf, ob der moderne Priester ein Opfer der altmodischen Direktorin wurde, die um ihre Macht fürchtete, oder ob doch tatsächlich ein Missbrauch erfolgt ist, über den er nur die unbestechliche Nonne nicht täuschen kann.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Glaubensfrage": 3,6 von 5 Punkten - der Film ist gut und man macht nichts falsch, wenn man ihn sich anschaut!

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Glaubensfrage aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.