Casa De Los Babys

Casa de los babys von Independentregisseur John Sayles ist ein US-amerikanisch-mexikanisches Filmdrama aus dem Jahre 2003. Es handelt sich um einen Ensemblefilm aus weiblicher Perspektive über grenzübergreifende Adoption. Sayles zeichnete bei dem für IFC Films in Acapulco entstandenen 95 Minuten-Film für Drehbuch, Regie und Schnitt verantwortlich.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Casa de los babys
Deutscher Titel: Casa de los babys
Genre: Tragikomödie
Jahr: 2003
Länge: 95 Minuten
Verleih: Peripher

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: John Sayles
Produktion: Alejandro Springall, Lemore Syvan
Kamera: Mauricio Rubinstein
Schnitt: John Sayles

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Casa De Los Babys. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Sayles versucht hier eine Art einfühlsamen Traffic mit episodischer Struktur im Kontext des Adoptionstourismus im Nord-Süd-Wohlstandsgefälle.

In einem nicht näher bezeichneten südamerikanischen Land der Gegenwart sind fünf wohlhabende Amerikanerinnen und eine Irin im Adoptionsurlaub. In unmittelbarer Nachbarschaft der Säuglingsstation, die die "besten Exportartikel" des Landes beherbergt, hängen folgende Frauen zusammen fest:

Nan hat Haare auf den Zähnen und einen mächtigen Ehemann daheim. Allerdings neigt sie auch zur Kleptomanie, und vor allem zur Bestechung. Als Kindesmisshandlungsopfer empfiehlt sie für die Erziehung selbst eine härtere Gangart. Ihr kraft Gesetzes vorgeschriebener Anwalt ist praktischerweise der Bruder der Hotelbesitzerin, Señora Muñoz.

Die ruhige Gayle ist religiös - und bei den anonymen Alkoholikern. Sie spricht Spanisch.

Jennifer liebt ihren anscheinend reichen Mann in Washington, D.C. sehr, ist sich aber unschlüssig, was sie eigentlich will. Sie und Eileen sind die Jüngsten der Gruppe.

Skipper ist eine durchtrainierte New Age-Marathonläuferin, versteht sich auf Naturheilkunde und Massage und spricht nicht viel. Beim Massieren gesteht sie Jennifer, dass sie bereits drei Fehlgeburten hatte.

Leslie ist jüdischen Glaubens. Sie ist hip und zielstrebig, verhält sich im Gespräch aber eher ausweichend. Die anderen Touristinnen halten sie für eine Lesbe.

Eileen als Irin scheint sich in der Fremde unwohl zu fühlen, der Kinderwunsch der empfindsamen Frau tritt trotzdem offen zutage. In Gegenwart der Putzfrau malt sie sich aus, wie sie mit ihrer Tochter einen schulfreien unbeschwerten Wintertag im Schnee verbringen würde.

Während die Formulare der Frauen im bürokratischen Limbus festhängen, vertreiben sie sich in dem abgeschotteten Hotel oder mit Margaritas am Strand die Zeit, tratschen, hoffen, bangen und planen. Im Zug des "balance of trade" wird ihr Aufenthalt künstlich hinausgezögert. Angesichts der ungewissen höheren Gewalt der Behörden zeigen sich die vielleicht werdenden Mütter in verschiedenen Stadien der Verzweiflung und copen auf unterschiedliche Weise mit ihrer Situation. Zudem belauern sie sich gegenseitig in der tropischen Hitze beim Wetteifern um die optimale Ressourcenallokation.

An Dramatis personae gibt es außerdem: die pragmatische Unternehmerin Señora Muñoz, der das Hotel für gehobene Ansprüche und gepolsterte Geldbörsen gehört, die schon Hunderte solcher Frauen kommen und gehen sah; ein arbeitsloser learning-by-doing-Fremdenführer für vier Dollar, ausgebildeter Architekt, der von Philadelphia träumt und Fernsehlotterie spielt; der Hausmeister des Hotels, Sohn von Señora Muñoz, der Nan für eine "Hexe" hält, sich in Stammtischpolitik ereifert und über den Kulturimperialismus der Yankees wettert; ein einheimischer junger Romeo vom Strand, ein schwangerer Teenager; die sehr junge Reinigungskraft Asunción, die ihr eigenes Baby vor noch nicht langer Zeit weggab; eine Krankenschwester; Straßenkinder, die sich mit Scheibenputzen und Taschendiebstahl verdingen, Klebstoff schnüffeln und in Pappkartons oder am Strand schlafen .

Zuletzt hat Nan mit ihrem Bestechungsversuch Erfolg und kauft für sich und Eileen je einen Säugling. Die zwei Babys haben einen Freifahrtschein in die erste Welt und eine nicht minder ungewisse Zukunft. Bevor man im Wartesaal der Behörde sieht, welches zu welcher getragen wird, friert das Bild ein.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Casa De Los Babys": 3,1 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Casa de los babys aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.