Der Traum

Der Traum ist ein dänisches Filmdrama aus dem Jahr 2006. Regie führte Niels Arden Oplev, der mit Steen Bille auch das Drehbuch schrieb.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Drømmen
Genre: Drama, Familie
Produktion: Dänemark
Jahr: 2006
Länge: 109 Minuten
Verleih: Arsenal Filmverleih
FSK: 6

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Niels Arden Oplev, Steen Bille
Kamera: Lars Vestergaard
Schnitt: Søren B. Ebbe

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Der Traum. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der Film führt zurück in das Jahr 1969. Es ist Sommer und die Kinder haben Ferien. Frits, ein fröhlicher zirka zwölf Jahre alter Junge, lebt mit seinen Eltern und zwei jüngeren Schwestern auf einem Bauernhof am Rande eines Dorfes irgendwo in Dänemark. Der Junge wird Zeuge, wie sein Vater völlig unerwartet eine Krisis erleidet und in die Psychiatrie eingeliefert werden muss. Um den Kindern den Verlust des Vaters zu erleichtern, kauft die Mutter den ersten Fernseher der Familie, durch den Frits von der Ermordung Martin Luther Kings erfährt. Kurze Zeit später kommt Frits in die sechste Klasse einer neuen Schule, die seit 25 Jahren von einem Direktor geführt wird, der sich selbst als "General" tituliert. Entsprechend ist auch sein Auftreten, als er die Kinder unterrichtet. Er möchte die Kinder "abrichten" bis der neue Lehrer da ist und schreckt auch vor körperlicher Züchtigung nicht zurück. Dann kommt der neue Lehrer an die Schule, der das Gegenteil des "Generals" ist; er behandelt die Kinder wie vollwertige Menschen, bietet ihnen sogar an, ihn mit Freddie anzureden.

Zwischen Frits und seiner Mitschülerin Iben entwickelt sich eine Freundschaft, die erste zarte Anflüge von Liebe zeigt. Von seinen Mitschülern wird Frits bald darauf überredet durch einen Spalt in den Umkleideraum der Mädchen in der Turnhalle zu schauen. In seiner Naivität bemerkt er nicht, dass er in eine Falle gelockt wird und landet unverhofft unter den kreischenden Mädchen, die ihn als Revanche abduschen. Völlig durchnässt flüchtet Frits und läuft dem "General" direkt in die Arme. Unter den enthusiastischen Rufen der anwesenden Kinder, wird er vom Direktor am Ohr über den Gang gezogen. Der Lehrer Freddie Svale bringt den blutenden Jungen zum Schularzt und dieser stellt fest, dass das Ohr an zwei Stellen abgerissen wurde und genäht werden muss. Die Mutter, die als dessen Assistenz arbeitet, kommt wenig später mit ihrem Mann in Streit, der gerade heimgekehrt ist. Während sie die Schwierigkeiten sieht, denen der Junge und auch sie selbst als Angestellte der Schule ausgesetzt werden könnten, hat er die Verteidigung seines Sohnes im Auge, ist aber unfähig zu handeln. Die Mutter wird zwar aktiv, muss aber beim Schuldirektor eine Abfuhr hinnehmen und erhält auch von der Polizei keinerlei Unterstützung, obwohl Züchtigung in Schulen offiziell verboten ist.

Lehrer Freddie zeigt den Kindern im Musikunterricht mit Blues und dem Einsatz von E-Gitarren, Schlagzeug und Percussion bislang völlig unbekannte Seiten der Musik. Das offensichtliche Vergnügen der Kinder dauert nur kurz. Freddie wird zum Direktor zitiert, der "keine Negermusik mehr" hören möchte und auch nicht auslässt, ihn daran zu erinnern, dass seine Probezeit noch nicht abgelaufen ist. Zwischen Lehrer Freddie und Frits entwickelt sich eine freundschaftliche Beziehung und bei einem Besuch in der Wohnung des Lehrers entdeckt Frits viele Gemeinsamkeiten. Auf die Aufforderung sich aus Freddies Plattensammlung zu bedienen, wählt Frits nur eine, nämlich die mit der weltbekannten Rede seines Idols Martin Luther King: I have a dream. Freddie wird von Frits' Vater direkt gefragt: "Wenn es ihr Sohn wäre, was würden Sie dann tun?" Sein Rat, den Schulvorstand zur Klärung einzuschalten, wird auch von der Mutter akzeptiert. Als Direktor Svendsen erfährt, dass beim Schulvorstand eine Anzeige gegen ihn eingereicht wurde, unterbreitet er dem Lehrerkollegium seine Absicht, dem Jungen "Sonder-Unterricht" zu erteilen. Außer Lehrer Freddie ist nur die Englisch-Lehrerin bereit ein gutes Wort für Frits einzulegen, der Rest schweigt. Die Mutter, die ihre Vorahnungen bestätigt sieht, macht ihrem Mann Vorwürfe. Aber als dieser von Lehrer Freddie ein Buch zugespielt bekommt, das eine Möglichkeit eröffnet sich gegen den "Sonder-Unterricht" zur Wehr zu setzen, ist sie wieder auf seiner Seite. Nachdem Frits nur noch am regulären Unterricht teilnehmen braucht, setzt der Schularzt seine Mutter mit einem fadenscheinigen Argument davon in Kenntnis, dass ihre Tätigkeit als Schul-Schwester ab sofort beendet ist.

Auf einer Schulveranstaltung, zu der alle Eltern eingeladen sind, läuft alles "general"stabsmäßig, angefangen vom Einmarsch mit dem Dannebrog bis zu zackigen sportlichen Darbietungen. Der Direktor ist sichtlich erfreut, bis Lehrer Freddie überraschend einen zusätzlichen Beitrag der Schüler ankündigt. Mit dem Lied We Shall Overcome begeistern die Kinder die Anwesenden, nur Einen nicht. Erst als er die Standing Ovations aller Anwesenden bemerkt, erhebt sich auch Direktor Svendsen mit eisiger Miene. Kurze Zeit später findet in der Wohnung von Frits' Freundin Iben eine Abstimmung statt. Ihr Vater Erling ist Sprecher des Schulvorstandes, der hier darüber abstimmen soll, ob der Direktor sich einer Disziplinar-Untersuchung unterziehen muss. Obwohl Erling mit allen Mitteln versucht, die Abstimmung in eine dem Direktor genehme Position zu lenken, entscheidet sich die Mehrheit für dessen Vorladung. Der Direktor ist bereits am Boden zerstört, da unterbreitet Erling ihm unter vier Augen den perfiden Plan, alles abzustreiten, und zu behaupten, den Jungen nie angefasst zu haben.

Am Tag der Untersuchung erteilt Erling zuerst dem Direktor das Wort, der behauptet, Frits sei bereits morgens blutend in der Schule angekommen. Der Lehrer Freddie, der Freund von Frits und dessen Familie, erscheint als einziger Zeuge, macht aber eine Aussage, die den Direktor entlastet. Dieser zieht nun die Ehre von Frits' Vater in den Schmutz und lenkt mit Details über die Einweisung in die Psychiatrische Klinik den Verdacht der Kommission auf den Vater. Die Eltern verlassen den Saal und nur noch Frits' Mutter gelingt es, ihre Verachtung in Worte zu kleiden. Von allen Anwesenden unbemerkt, hatten Frits und Iben hinter einem Vorhang gelauscht. Seine Freundin Iben, die ihren Vater Erling kurz vor der Befragung über alle Details der Vorkommnisse informiert hatte, tritt plötzlich aus dem Vorhang. Für den Vater hat sie nur einen verächtlichen Blick übrig, seine Fragen lässt sie unbeantwortet und geht.

Frits' Vater geht nach diesem Ereignis in die Klinik zurück. Lehrer Freddie tritt beim Direktor ein, als dieser gerade seine positive Beurteilung tippt, teilt ihm jedoch seine Kündigung mit. Iben wartet auf Frits und berichtet ihm, dass dies ihr letzter gemeinsamer Tag ist, da ihr Vater sie in ein Internat stecken will. Zum Unterricht in der Klasse erscheint nun wieder der Direktor, der "General", der sichtbar ganz obenauf ist und da weitermachen will, wo er aufgehört hat. Die Schüler, die sonst starr vor Angst waren, verweigern nun ohne Ausnahme den Gehorsam. Als Frits an der Reihe ist, den Mund aufzumachen, sagt er nur ein Wort: "Lügner!". Der Direktor verliert völlig die Kontrolle und schlägt wieder und wieder auf den Jungen ein, der jeden Schlag mit dem Wort "Lügner!" quittiert. Das Entsetzen und Weinen der Kinder, die das alles im Klassenraum mit ansehen müssen, bleibt ohne Resonanz. Plötzlich fasst sich der selbsternannte "General" an die Brust und wankt, begleitet von rhythmischem Klatschen der Klasse, aus dem Raum.

Nur wenig später kommt Iben zu Frits und berichtet ihm, dass der Direktor im herbeigerufenen Krankenwagen gestorben ist. Alle Kinder und Lehrer versammeln sich in der Turnhalle, wo der Tod des Direktors offiziell verkündet wird. Während die Lehrer betreten drein schauen, bricht unter den Schülern Jubel aus. Die Kinder rennen aus der Halle und hissen auf dem Schulhof die Fahne, die zuvor auf Halbmast gesetzt worden war.

Frits und seine Mutter besuchen den Vater im Krankenhaus. Die Depression hat er nicht besiegt und auch die Nachricht vom Tod des Direktors bewirkt keine Gefühlsregung. Frits bittet ihn nach Hause zu kommen, doch der Vater sagt ihm, dass er nicht kann. "Wenn du hier bleibst hat er gewonnen. Komm mit nach Hause Papa!" sagt Frits und streckt ihm die Hand entgegen.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Der Traum": 3,1 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Der Traum (2006) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.