Capote

Capote ist das Spielfilmdebüt des US-amerikanischen Regisseurs Bennett Miller aus dem Jahr 2005. Das Filmdrama basiert auf der Biografie Capote: A Biography von Gerald Clarke und wurde u. a. von dem Filmstudio United Artists produziert.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Capote
Deutscher Titel: Capote
Genre: Drama, Biografie
Jahr: 2005
Länge: 110 Minuten
Verleih: Sony Pictures Germany
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Dan Futterman
Produktion: Caroline Baron, Michael Ohoven, William Vince
Kamera: Adam Kimmel
Schnitt: Christopher Tellefsen

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Capote. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Die USA, im November 1959: Truman Capote, Autor des Romans Frühstück bei Tiffany und ein Mitglied der bald schon als Jetset bekannten internationalen Partyszene, stößt auf einen Artikel in der New York Times. Dieser berichtet von einem brutalen Mord an vier Mitgliedern einer angesehenen Farmerfamilie, den Clutters, in Holcomb, Kansas. Viele solcher Geschichten finden sich täglich in den Zeitungen wieder, doch diese lässt den Schriftsteller nicht mehr los. Für ihn präsentiert sich die Gelegenheit, seine lang vertretene These zu untermauern, die besagt, dass nonfiktionale Literatur in den Händen des richtigen Autors genauso anschaulich sein kann wie Belletristik. Welche Auswirkung haben die Morde auf diese kleine Stadt in der vom Wind heimgesuchten Prärie?

Obwohl es für Capotes Zweck unwichtig ist, ob die Mörder je überführt werden, kann er das Magazin The New Yorker für das Thema erwärmen, das Capote den Auftrag erteilt, nach Kansas zu reisen und eine Reportage über die Morde zu schreiben. Begleitet wird er dabei von einer Freundin, die er schon seit seiner Kindheit in Alabama kennt - Harper Lee, die wenige Monate später als Autorin des Romans Wer die Nachtigall stört auf sich aufmerksam machen und den Pulitzer-Preis gewinnen wird.

Obwohl seine kindliche Stimme, seine unendlich vielen Manierismen und sein unkonventioneller Kleidungsstil auch Feindseligkeit in einer Gegend heraufbeschwören, die sich selbst zum Old West zählt, gewinnt Capote schnell das Vertrauen der Bevölkerung Holcombs, darunter auch Alvin Dewey, ein Detective des Kansas Bureau of Investigation, der die Jagd nach den Tätern koordiniert. Tatsächlich ist Deweys Arbeit bald von Erfolg gekrönt, und die beiden Täter Perry Smith und Dick Hickock werden in Las Vegas gefasst, nach Kansas überführt und zum Tode verurteilt. Capote besucht Smith und Hickock im Gefängnis in Lansing und erhält Einblick in ihre Lebensgeschichten. Vor allem Perry interessiert ihn. Dieser ist halbindianischer Abstammung und beschreibt Capote seine schwere Kindheit, die ihn an seine eigene erinnert. Capote sagt Perry, er werde das Buch so aufbauen, dass Perry nicht als das Monster dargestellt werde, das die Zeitungen aus ihm gemacht haben. Perry hat sich gegenüber Capote geöffnet, ihm jedoch nicht von der Mordnacht erzählt. Um ihn zu manipulieren, belügt Capote ihn permanent und erzählt ihm, er habe noch nicht mit dem Schreiben angefangen. Tatsächlich ist die Arbeit an Kaltblütig schon weit fortgeschritten. Capote liest aus seinem Entwurf in New York und die Presse ist begeistert. Sein Verleger sagt ihm, dass er dabei sei, ein revolutionäres Meisterwerk zu schaffen.

Als Perry aus der Zeitung erfährt, dass Capote bereits einige Kapitel geschrieben hat und das Buch Kaltblütig nennen wird, stellt er Capote zur Rede. Dieser belügt ihn weiterhin, um das Vertrauensverhältnis nicht zu verlieren. Capote braucht unbedingt die Aussage Perrys zu dem Mord an sich, um seinen Roman zu vollenden.

Kurz vor der Hinrichtung beschreibt Perry, wie er die Familie ermordet hat, das Motiv bleibt jedoch immer noch im Unklaren. Nachdem Perry geliefert hat, was Capote braucht, bricht Capote den Kontakt zu ihm ab. Auf Briefe und Anrufe Perrys reagiert er nicht mehr. Der egozentrische Capote sieht sich als Opfer der Delinquenten und bezeichnet sich selbst als Wrack. Auch als seine Freundin Harper Lee mit Wer die Nachtigall stört enorme Erfolge feiert, interessiert ihn das nicht.

Erst unmittelbar vor der Hinrichtung besucht Capote Perry und sichert ihm zu, bei dessen Exekution durch den Strang anwesend zu sein. In ihrem letzten Gespräch scheint Capote klar zu werden, dass er sich unmoralisch verhalten hat. Capote wird Zeuge der Hinrichtung, die ihn schockiert und ihn in eine Depression stürzt.

Aus der über sechsjährigen Recherchearbeit geht das Werk Kaltblütig hervor, einer der ersten dokumentarischen Romane, der mit seinem Erscheinen 1966 zum Bestseller avanciert und eine Medienlawine in Gang bringt.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Capote": 3,9 von 5 Punkten - der Film ist gut und man macht nichts falsch, wenn man ihn sich anschaut!

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Capote (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.