Import/Export

Import Export ist ein Film des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl aus dem Jahre 2007. Er wurde bei den 60. Filmfestspielen von Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme am 21. Mai uraufgeführt.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Import Export
Deutscher Titel: Import Export
Genre: Drama, Erotik
Jahr: 2007
Länge: 135 Minuten
Verleih: movienet
FSK: 16

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Ulrich Seidl und Veronika Franz
Produktion: Ulrich Seidl
Kamera: Edward Lachman, Wolfgang Thaler
Schnitt: Christof Schertenleib

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Import/Export. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Ob in Österreich oder in der Ukraine, in beiden Ländern ist es im Winter kalt, nass, trist, und die Menschen frieren. So sieht es auf den ersten Blick in der jeweils anderen Region gar nicht so viel anders aus. Doch der Film berichtet über zwei verschiedene Schicksale, die ihr Glück durch "Import" und "Export" versuchen.

Ein Teil des Filmes begleitet den Weg von Olga, einer jungen Ukrainerin. Sie ist Mutter eines Kleinkindes und arbeitet als Krankenschwester. Da ihr Arbeitgeber nur einen Teil des Gehalts auszahlt, versucht Olga auch durch Pornographie mittels Internet-Webcam Geld zu verdienen. Sie beschließt, ohne ihr Kind nach Österreich zu gehen, wo eine Freundin von ihr wohnt. Dort findet sie Arbeit als Putzfrau, verliert diese jedoch ebenso schnell wie ihre Tätigkeit als Haushaltshilfe in einer Stadtvilla. Als dauerhaft erweist sich hingegen die Arbeit in einer Geriatrie, wo sie Bekanntschaften mit Heimbewohnern und Pflegern macht.

Dem jungen arbeitslosen Wiener Paul, genannt Pauli, geht es nicht viel besser. Pauli verliert seine Neuanstellung als Wachschutzmann und hat Probleme, seine Schulden bei Freunden, Bekannten und seinem Stiefvater Michael abzuzahlen. Auch das Arbeitsamt kann ihm nicht weiterhelfen. Schließlich fährt er mit seinem Stiefvater nach Osteuropa, auch in die Ukraine, um dort ausgemusterte Spielautomaten aufzustellen. Für Pauli die passende Gelegenheit, seine Schulden bei Michael abzuzahlen und sich vor seinen Gläubigern zu verstecken.

Mehrere Motive werden in beiden Geschichten behandelt. Das Thema Prostitution wird zuerst aus der Sicht der Sexarbeiterinnen geschildert, während in Pauls Geschichte die Perspektive der männlichen Freier beleuchtet wird. Nachdem Paul ein Angebot abschlägt, holt sich Michael in der Ukraine eine sehr junge Prostituierte aufs Hotelzimmer, die er auf verschiedene Weisen erniedrigt, um Paul die Macht des Geldes zu zeigen, so Michael. Diese Szene zählt wohl zu den brutalsten in Seidls Werk. Anhand des Motives der Prostitution werden viele weitere Themen des Films abgehandelt, etwa die Macht der Geschlechternormen, die Folgen von Armut, Sex-Tourismus oder Gewaltausübung.

Die Figuren Paul und Olga sind gleichzeitig Kontrast- und Korrespondenzfiguren. Beide sind gleich alt und befinden sich in finanzieller Not, die sie mit einem Aufbruch in das jeweils andere Land bekämpfen wollen. Zugleich ist ihre Reise auch eine Suche nach Identität. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft teilen Paul und Olga ähnliche Nöte und Sorgen, wodurch Aspekte des menschlichen und sozialen Lebens hervorgehoben werden, die unabhängig von Kultur und Nation bestehen.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Import/Export": 3,2 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Import Export aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.