Ein fliehendes Pferd

Ein fliehendes Pferd ist ein deutscher Kinofilm aus dem Jahr 2007. Er basiert auf Martin Walsers 1978 veröffentlichter gleichnamiger Novelle über ein Paar mittleren Alters, dessen in Routine erstarrte Lebensweise durch die Urlaubsbegegnung mit einem aufdringlichen alten Bekannten und dessen junger Partnerin in Frage gestellt wird.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Ein fliehendes Pferd
Genre: Drama
Produktion: Deutschland
Jahr: 2007
Länge: 96 Minuten
Verleih: Concorde Filmverleih GmbH
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Kathrin Richter, Ralf Hertwig
Produktion: Rikolt von Gagern
Kamera: Klaus Eichhammer
Schnitt: Christel Suckow

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Ein fliehendes Pferd. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Lehrer Helmut Halm, Mitte vierzig, verbringt mit seiner Ehefrau Sabine seit vielen Jahren die Ferien am Bodensee und wohnt dort in einem vergitterten Bungalow am Ufer. Er ist ein zurückgezogener Melancholiker, der im Urlaub Schopenhauer liest und frühmorgens das Ehebett verlässt, um seltene Vögel zu beobachten. Im Strandbad wird er unverhofft von einem alten Schulkameraden angesprochen. Der penetrant gut gelaunte Klaus Buch ist in Begleitung seiner weit jüngeren, attraktiven Freundin Helene, genannt Hel. Er fängt sogleich an, für Helmut mehr oder weniger peinliche Jugenderinnerungen auszubreiten und ihn mit seiner heutigen Leblosigkeit zu konfrontieren.

Helmut möchte sich bald klammheimlich aus dem Staub machen, doch Sabine, die unter Helmuts geschwundenem Interesse an ihr und unter dem allzu ruhigen Eheleben leidet, ist der Abwechslung und dem Kontakt zum prahlerischen und lebenslustigen Klaus nicht abgeneigt. So kommt es auf dessen Einladung zu einem gemeinsamen Segeltörn beider Paare. Helmut, der es auf dem Wasser kaum aushält und weitere Demütigungen durch Klaus ertragen muss, kann sich damit trösten, dass Hel Interesse an seiner ruhigen Intellektualität zeigt und ihn mit zweideutigen Anspielungen und der Präsentation ihrer körperlichen Reize herausfordert.

Eine von Sabine ausgesprochene abendliche Einladung bei den Halms beginnt mit Flirts zwischen Sabine und Klaus sowie Helmut und Hel, endet jedoch mit dem Rauswurf der Besucher durch Helmut, nachdem Klaus ihm zum wiederholten Male vorwirft, dass sein Leben eigentlich schon vorbei sei. Die aufgeladene Atmosphäre bei den Halms entlädt sich zu Sabines Freude in Sex. Für seine mangelnde Ausdauer dabei macht Helmut den Alkohol verantwortlich, hat doch aber eher Hel vor Augen als seine eigene Frau.

Schon am nächsten Morgen tauchen Klaus und Hel wieder auf - als neue Mieter des Nachbarhauses. Helmut führt die Paare auf Anregung der Gäste zur Vogelbeobachtung ins Ried, wo ihn Klaus lächerlich macht, als er nach langer vergeblicher Suche nach der seltenen Rohrdommel den Vogel simuliert und Helmut darauf hereinfällt. Sabine ist von Klaus beeindruckt, als der ein entlaufenes Pferd einfängt und mit einem rasanten Ritt zurückbringt. Die Flirts mit den Partnern der anderen gehen weiter und eskalieren. Klaus und Sabine kommen sich beim Joggen näher und baden anschließend nackt, Hel massiert währenddessen, knapp bekleidet, nicht nur Helmuts Verspannungen, sondern auch seine Erektion. Sabine warnt Helmut daraufhin, dass sie von den Besuchern verführt würden und aufpassen sollten.

Nachdem Hel in einer Schiffs-Disco seinen Annäherungsversuch abweist, beschafft Helmut sich in seiner Verzweiflung "was zu rauchen". Im beginnenden Drogenrausch gesteht er Klaus die Unzufriedenheit mit seinem Leben. Am nächsten Tag holt der ihn zu einem Segeltörn zu zweit in einer kleinen Jolle ab. Klaus schlägt vor, einen gemeinsamen Neuanfang im Ausland zu versuchen. Das aufziehende Gewitter nutzt er, um das Boot mutig gegen die Wellen zu lenken, während der ängstliche Helmut umkehren möchte. Nachdem er triumphierend gesteht, dass Sabine darum gebettelt habe, mit ihm zu schlafen, wird Klaus durch eine falsche Lenkbewegung Helmuts ins tosende Wasser geworfen. Helmut verweigert ihm die rettende Hand und Klaus verschwindet in den Fluten.

Die Suche der Wasserschutzpolizei nach Klaus bleibt vergeblich. Helmut macht sich verzweifelte Vorwürfe, Sabine glaubt nicht an deren Aufrichtigkeit. Hel lässt sich von Sabine und Helmut trösten und möchte Klaus, den sie erst seit einem halben Jahr kannte, am nächsten Morgen symbolisch im See bestatten. Da steht Klaus auf einmal unerwartet lebendig hinter ihnen. Nach einer kurzen Aussprache sind Klaus und Helene plötzlich wortlos verschwunden und lassen Helmut und Sabine alleine zurück.

Sabine wirft Helmut vor, sich nicht aus seiner Verbitterung holen lassen zu wollen, Helmut antwortet, Sabine traue sich aus Angst vor sich selbst nicht, ihren eigenen Weg zu gehen. Dadurch provoziert, wendet sich Sabine von ihm ab, steckt ihre Kreditkarte in den Badeanzug und schwimmt auf den See hinaus in Richtung Schweiz. Nach kurzem Zögern legt Helmut seine Kleidung ab und folgt ihr. Schließlich lassen sich beide, gemeinsam an einen schwimmenden Baumstamm geklammert, weiter ins Ungewisse treiben.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Ein fliehendes Pferd": 2,6 von 5 Punkten - der Film ist OK, man kann ihn sich anschauen. Er ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Ein fliehendes Pferd (2007) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.