Auf der anderen Seite

Auf der anderen Seite ist ein deutsch-türkisches Filmdrama von Fatih Akin nach eigenem Drehbuch. Der vielfach ausgezeichnete Film ist der zweite Teil der Trilogie Liebe, Tod und Teufel, die 2004 mit Gegen die Wand begann und 2014 mit The Cut beendet wurde.

Charlotte verliebt sich zum Verdruss ihrer Mutter, einer vereinsamten, aber aufrechten Alt-68erin, in die gleichaltrige Ayten. Nejat hat die Welt seines Vaters Ali hinter sich gelassen, doch dann verliebt er sich in die Gefährtin seines Vaters... (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Auf der anderen Seite
Genre: Drama
Jahr: 2007
Länge: 122 Minuten
Verleih: Pandora Filmverleih
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Fatih Akin
Produktion: Corazón International, Anka Film
Kamera: Rainer Klausmann
Schnitt: Andrew Bird

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Auf der anderen Seite. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Yeters Tod

Yeter, eine Prostituierte aus Bremen, bekommt von einem Kunden, dem wie sie türkischstämmigen, im Ruhestand lebenden Witwer Ali, das Angebot, seine Lebensgefährtin zu werden, ohne dadurch finanziell einzubüßen. Da ihr zur gleichen Zeit von zwei jungen Muslimen gedroht wird, sie solle ihren Beruf aufgeben, willigt sie ein und zieht zu ihm. Dort lernt sie dessen Sohn Nejat kennen, einen Germanistikprofessor, der seinen Vater des Öfteren besucht. Kurze Zeit später erleidet Ali einen schweren Herzinfarkt. Zurück aus der Klinik, benimmt er sich renitent, ordinär und machohaft. Als Yeter droht auszuziehen, schlägt er sie; sie stürzt unglücklich und verletzt sich tödlich. Ali kommt ins Gefängnis.

Nejat, der sich von seinem Vater lossagt und ihn als "Mörder" bezeichnet, begibt sich nach Istanbul, um Yeters Tochter Ayten aufzuspüren. Yeter hatte ihm erzählt, sie habe den Kontakt zu der 27-Jährigen verloren, habe ihr vorher ab und an Schuhe geschickt , wolle ihr aber am liebsten eine gute Ausbildung finanzieren. Dies gibt Nejat dann als seinen eigenen Wunsch an auf die Frage der Behörden, warum er nach Ayten suche. Yeters Familie in der Türkei weiß auch nichts über ihren Verbleib, hilft ihm aber bei der Suche. Als er damit beginnt, Flyer mit Yeters Konterfei zu verteilen, stößt er auf eine deutschsprachige Buchhandlung, die zum Verkauf angeboten wird. Nejat übernimmt sie und bleibt in Istanbul.

Lottes Tod

Der zweite Teil beginnt am gleichen Tag wie der erste und mit Blick auf das gleiche Ereignis: einer Demonstration zum 1. Mai, allerdings in Istanbul, und kontrastiv angelegt als Großveranstaltung mit politischem Sprengstoff. Bei dieser wird ein verdeckt ermittelnder Polizist enttarnt und niedergeschlagen, wobei er seine Pistole verliert; diese landet bei Ayten, der es gelingt, sie auf einer Dachterrasse zu verstecken. Sie gehört zu einer Zelle linker Politaktivisten, die auffliegt, weil Ayten auf der Flucht ihr Handy verloren hat; zufällig ist sie bei der Verhaftung abwesend und beschließt, mit einem gefälschten Pass nach Deutschland zu fliegen und in Hamburg unterzutauchen. Als sie sich jedoch von der dortigen Kontaktgruppe im Streit trennt und eine erste Suche nach ihrer Mutter in Bremer Schuhläden fehlschlägt, steht sie allein und mittellos da. Auf dem Campus der Universität bittet sie die Studentin Lotte, ihr ein Mittagessen zu bezahlen, und bekommt viel mehr als erwartet. Lotte ist selbst auf der Suche: nach einer Aufgabe, nach Liebe, nach einer Bindung, die sie von ihrer Mutter abnabelt. So nimmt sie Ayten kurzerhand in die mütterliche Wohnung mit zu sich, hilft ihr bei der weiteren Suche nach Yeter und beginnt ein Verhältnis mit ihr. Bei einer polizeilichen Routinekontrolle jedoch gerät Ayten in Panik; sie flieht, wird gestellt und beruft sich auf ihr Asylrecht. Ihr Antragsverfahren, von Lottes Mutter Susanne finanziert, wird nach einem Jahr abschlägig beschieden; Ayten wird in die Türkei ausgewiesen.

Lotte folgt ihr und erfährt, dass sie sofort inhaftiert wurde und ihr als Mitglied einer "bewaffneten Organisation" möglicherweise 15 bis 20 Jahre Gefängnis drohen. Durch die vage Aussicht auf eine Besuchserlaubnis getröstet, beschließt sie zu bleiben. Die Suche nach einer Unterkunft führt sie auch in Nejats Buchhandlung, der ihr anbietet, bei ihm zur Untermiete zu wohnen. Der Besuch im Untersuchungsgefängnis hingegen hat fatale Folgen. Ayten, der von ihrer Gruppe signalisiert wurde, die versteckte Pistole werde gebraucht, erliegt der Versuchung, Lottes Ergebenheit auszunutzen. Zwar gelingt es Lotte, die Pistole an sich zu bringen, doch wird ihr die Umhängetasche unterwegs von Straßenjungen entrissen. Als sie diese schließlich stellt, wird sie von einem von ihnen erschossen.

Auf der anderen Seite

Susanne fliegt nach Istanbul, um sich mit dem Tod ihrer Tochter auseinanderzusetzen. Sie trifft sich mit Nejat, übernachtet im Zimmer ihrer Tochter, liest ihr Tagebuch und bleibt. Indem auch sie Ayten besucht, setzt sie Lottes Mission fort und hat damit, wenngleich indirekt, Erfolg. Ayten bittet um Vergebung und bereut. Da sie ihre Reue auch der Justiz gegenüber bekundet, wird sie freigelassen. Zurück in Istanbul, nimmt sie Susannes Angebot an, zunächst bei Nejat unterzukommen, dessen Wohnung und Buchhandlung er Susanne in seiner Abwesenheit übertragen hat. Nejat hatte erfahren, dass sein Vater Ali aus Deutschland abgeschoben worden ist, den Kontakt mit ihm jedoch vermieden habe und nun unterwegs sei zu seinem Anwesen in Trabzon. Nejat folgt ihm. Als er hört, dass Ali zum Fischen ausgefahren ist, erwartet er ihn am Strand.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Auf der anderen Seite": 3,4 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Auf der anderen Seite aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.