Equilibrium

Equilibrium, auch unter dem Titel Equilibrium - Killer of Emotions bekannt, ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film von Kurt Wimmer aus dem Jahr 2002.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Equilibrium
Deutscher Titel: Equilibrium
Genre: Sci-Fi, Action, Thriller
Produktion: USA
Jahr: 2002
Länge: 102 Minuten
FSK: 16

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Kurt Wimmer
Produktion: Jan de Bont, Lucas Foster
Kamera: Dion Beebe
Schnitt: Tom Rolf, William Yeh

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Equilibrium. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der Film zeichnet eine Dystopie, in der nach einem Dritten Weltkrieg menschliche Emotionen als der entscheidende Auslöser von Gewalttätigkeiten erkannt worden sind und durch das Psychotropikum "Prozium II" auf ein Minimum reduziert werden. Die Ausgabestelle des Prozium II im Regierungsgebäude, das Equilibrium, symbolisiert die angestrebte emotionale Gleichmütigkeit und gibt dem Film seinen Namen.

Der Protagonist John Preston lebt in der sauberen, funktionierenden und festungsartig bewachten Stadt Libria, die umgeben ist von den Ruinen zerstörter Gebäude, den "Nethers". Jeder Bürger der Stadt nimmt mehrmals täglich das Mittel "Prozium II" ein, um die Intensität jeglicher Gefühle auf ein Minimum zu reduzieren. Doch es gibt Widerständler: sogenannte "Sinnestäter", welche durch ihr Bedürfnis zu fühlen in die Illegalität gedrängt worden sind. Um diese "Verbrecher" zu bekämpfen, ist mit den "Grammaton-Klerikern" eine Elitepolizeieinheit geschaffen worden. Sie haben die Aufgabe, Sinnestäter zu finden, zu eliminieren und alle Gefühle auslösenden Gegenstände zu vernichten bzw. zu töten. Im Einsatz nutzen sie bei physischen Auseinandersetzungen eine spezielle Bewegungstechnik, die "Gun-Kata". Mit deren Hilfe können sie sogar gegnerischen Geschossen ausweichen, was sie zu fast unaufhaltsamen "Kampfmaschinen" werden lässt.

Preston ist einer der ranghöchsten Grammaton-Kleriker Librias. Zu Anfang kennt er keinerlei Zweifel am System. Gemeinsam mit seinem Partner Errol Partridge und paramilitärischen Polizeieinheiten stürmt er das Versteck einiger Sinnestäter, wo sie alle Anwesenden mechanisch töten und mehrere Gemälde verbrennen, u. a. die Mona Lisa. Partridge nimmt einen kleinen Gedichtband an sich, um ihn persönlich in der Asservatenstelle abzugeben, da, wie er sagt, die dafür zuständigen Beamten oft unzuverlässig seien. Preston schöpft daraufhin Verdacht, und als er in der Behörde nachfragt, wird ihm bestätigt, dass sein Partner den Gedichtband nicht wie angeordnet dort abgegeben hat. Preston fährt in die Rebellenzone, und als er ihn dort findet, macht er ihm klar, dass er ihn melden müsse. Partridge, der genau weiß, dass ihn in diesem Falle die Kremation erwarten würde, begeht daraufhin Suizid, indem er kaum verdeckt und gut hörbar den Hahn seiner Pistole spannt und sich von Preston erschießen lässt. Preston wird daraufhin Brandt, ein neuer und äußerst ambitionierter Kleriker, zur Seite gestellt, der keinen Hehl daraus macht, Karriere machen zu wollen, und der von Anfang an misstrauisch gegenüber Preston eingestellt ist.

Durch eine morgendliche Ungeschicklichkeit im Bad fällt Preston die Ampulle mit Prozium II herunter, worauf diese zerbricht und es ihm somit nicht möglich ist, sie zu injizieren. Dabei wird er von seinem Sohn ertappt, der ihn kühl auffordert, umgehend ins Equilibrium zu fahren und sich Ersatz zu besorgen. Auf dem Weg dorthin macht sich jedoch schon bald das Fehlen der gewohnten Dosis bemerkbar, außerdem ist das Equilibrium an diesem Tag wegen einer Bombendrohung geschlossen. Nun ist Preston gezwungen, sich mit den in ihm aufkeimenden Gefühlen auseinanderzusetzen. Verschiedene emotionale Erfahrungen veranlassen ihn, weiterhin auf das Prozium II zu verzichten. Die nicht injizierten Ampullen versteckt er hinter dem Badezimmerspiegel. Damit beginnt sein Abfall vom System, denn bei den folgenden Einsätzen wird er mit der Brutalität und Menschenverachtung des Systems konfrontiert, was ihn zutiefst verstört. Er entwickelt Empathie für seine Mitgeschöpfe und versucht im Verhör einer Sinnestäterin mehr darüber zu erfahren, was es bedeutet, ein fühlendes Wesen zu sein. Gleichzeitig versucht er, die Rolle des Klerikers mit seinem neuen Innenleben in Einklang zu bringen, um nicht aufzufallen. Unter eigener Lebensgefahr rettet er einen jungen Welpen, ehe dieser von der Polizei erschossen werden kann. Bei den Verhören der Sinnestäterin, die in Kontakt mit seinem ehemaligen Partner gestanden hat, werden Gefühle für sie in ihm wach. Da sie jedoch nicht kooperiert, wird sie zum Tode verurteilt. Als schließlich aufgrund seines merkwürdigen Verhaltens seine Zuverlässigkeit infrage gestellt wird, rücken Einheiten an, um seine Wohnung zu durchsuchen. Preston will ihnen zuvorkommen, um das angesammelte Prozium II verschwinden zu lassen, stellt jedoch überrascht fest, dass sich keine einzige Ampulle mehr im Versteck befindet. Als er sich umdreht, steht sein Sohn hinter ihm, der seinem verblüfften Vater erklärt, dass er sich besser ein anderes Versteck dafür suchen solle. Preston erkennt, dass sein Sohn offenbar auch längst das Mittel abgesetzt hat, nachdem er seine eigene Mutter als Sinnestäterin gemeldet hatte. Von nun an versucht Preston, Kontakt mit dem Widerstand aufzunehmen, um zusammen mit den Rebellen ein Komplott gegen den Machthaber des Staates auszuarbeiten. Als die Sinnestäterin, in die er sich verliebt hat, exekutiert werden soll, versucht Preston, dies zu verhindern, scheitert aber. Daraufhin bricht er nach ihrem Tod vor aller Augen weinend zusammen und wird von seinem Partner verhaftet und angeklagt, ein Sinnestäter zu sein. Jedoch kann er seine Vorgesetzten überzeugen, er verfolge einen Plan, den Widerstand auszuschalten, indem er ihn unterwandere. In Wahrheit sollen sich die Anführer des Widerstands von Preston verhaften lassen, um ihm als Belohnung für seinen Erfolg eine Audienz bei "Vater", dem Führer des totalitären Regimes Librias, zu verschaffen. Bei dieser Audienz soll Preston den "Vater" töten. Mit dessen Tod, so erhoffen sich die Rebellen, fiele auch das System, und Gefühle hielten wieder Einzug in die Gesellschaft.

Doch der Plan schlägt fehl. Preston hat es doch nicht geschafft, seine Vorgesetzten von seiner Loyalität zu überzeugen, und diese haben ihn benutzt. Dennoch kann sich der Ex-Kleriker mit Hilfe der bei seiner Ausbildung erworbenen Fähigkeiten gewaltsam einen blutigen Weg zum "Vater" bahnen. Dieser ist jedoch, wie Preston feststellen muss, schon lange tot und dient nur noch als imaginäre Leitfigur, um das Staatswesen zusammenzuhalten. Sein Nachfolger, der jetzige Machthaber, ist selbst ein "Sinnestäter" und lebt heimlich seine Gefühle aus. Doch bevor Preston ihn ausschalten kann, muss er es zuerst mit seinem neuen Partner aufnehmen, der ohnehin nach seiner Position giert, jedoch nach einem kurzen Zweikampf von Preston mit einem Katana getötet wird. Nun steht nur noch der eigentliche Machthaber Librias der Freiheit im Wege, der in einem spektakulären Kampf dem Kleriker Preston unterliegt. Daraufhin zerstört Preston die Kommunikationssysteme Librias, woraufhin der Widerstand zum letzten und endgültigen Schlag ausholt und die Produktionsstätten des Prozium II zerstört. Ohne das Prozium II kommt es unmittelbar darauf zum Aufstand gegen das Regime.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Equilibrium": 4,3 von 5 Punkten - ein insgesamt sehr guter Film, der auf jeden Fall sehenswert ist!

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Equilibrium (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.