Die wiedergefundene Zeit

Die wiedergefundene Zeit ist die Verfilmung des gleichnamigen Bandes von Marcel Prousts Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit aus dem Jahr 1999. Unter der Regie von Raúl Ruiz sind neben Marcello Mazzarella, der Proust spielt, Catherine Deneuve, Emmanuelle Béart, Vincent Perez und John Malkovich in den Hauptrollen zu sehen.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Le Temps retrouvé
Deutscher Titel: Die wiedergefundene Zeit
Genre: Drama, Romanze, Kriegsfilm
Jahr: 1999
Länge: 162 Minuten
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Raúl Ruiz, Gilles Taurand
Produktion: Paulo Branco
Kamera: Ricardo Aronovich
Schnitt: Denise de Casabianca

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Die wiedergefundene Zeit. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Paris 1922: Der von Alter und Krankheit gezeichnete Schriftsteller Marcel Proust liegt in seinem Bett und diktiert seiner Haushälterin Celeste. Während er sich alte Fotos anschaut, beginnt er, sich an sein Leben im Kreise der dekadenten Pariser Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts zu erinnern. Dabei vermischen sich seine Erinnerungen an die Menschen, die ihm als Vorlagen für die Romanfiguren seines Hauptwerks Auf der Suche nach der verlorenen Zeit dienten. Er begegnet ihnen wechselweise als Kind, Jugendlicher und Erwachsener.

Die schöne Gilberte brachte ihm einst die Liebe bei. Ihre Mutter Odette hatte zahlreiche Liebschaften. Auch den Frauen war sie dabei nicht abgeneigt. In ihr sieht Proust dennoch das Ideal von einer Frau und die ewige Jugend. Auch die liebreizende Schauspielerin Albertine hatte es ihm einst angetan. In seiner Fantasie trifft Proust mehrfach auf den zynischen und homosexuellen Baron de Charlus. Mit dem jungen Pianisten Morel, der trotz des Ersten Weltkriegs am liebsten Beethoven spielt, hatte Charlus eine Beziehung. Morel wandte sich jedoch von ihm ab und geht ihm nunmehr aus dem Weg. Eines Abends läuft Proust durch die Straßen von Paris. Um sich ein wenig Rast zu gönnen, sucht er schließlich eine Pension auf. Aus einem Nebenzimmer hört er plötzlich Geräusche. Neugierig schaut er durch eine runde Öffnung in ebendieses Zimmer, wo sich Charlus von einem Mann auspeitschen lässt und diesen anschließend für seine Dienste bezahlt.

Neben der Literatur, der Liebe und dem Wandel der Zeit beschäftigt Prousts Geist stets auch der Krieg. Immer wieder hört er die Sirenen, die vor den feindlichen Truppen warnen. Gilbertes Mann Robert berichtet ihm von den Soldaten und wie selbst einfachste Männer sich im Schützengraben als Helden erweisen. Morel wird derweil als Deserteur von der Polizei gesucht. Proust nimmt auch an einer Reihe von Beerdigungen teil. Indem er die Vergänglichkeit akzeptiert, verliert er letztlich die Furcht vor dem eigenen Tod. Es beschleicht ihn jedoch die Angst, sein literarisches Werk nicht vollenden zu können. Mit Hilfe der Fiktion die Realität zu überwinden - darin erkennt er den Sinn seiner Existenz.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Die wiedergefundene Zeit": 3,2 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Die wiedergefundene Zeit (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.