Werk ohne Autor

Werk ohne Autor ist ein deutscher Spielfilm von Florian Henckel von Donnersmarck aus dem Jahr 2018. Er zeigt das Leben eines am Ende des Filmes aufstrebenden Malers in drei politischen Systemen und orientiert sich an der Biographie des Künstlers Gerhard Richter.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Werk ohne Autor
Genre: Drama, Thriller
Produktion: Deutschland
Jahr: 2018
Länge: 188 Minuten
Verleih: Walt Disney Germany
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Florian Henckel von Donnersmarck
Kamera: Caleb Deschanel
Schnitt: Patricia Rommel

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Werk ohne Autor. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Die Geschichte beginnt 1937 in Dresden und führt nach Düsseldorf in den 1960er Jahren.

Der fünfjährige Kurt Barnert, in oder bei Großschönau in der sächsischen Oberlausitz wohnend, besucht mit seiner Tante Elisabeth die Ausstellung Entartete Kunst in Dresden. Von seiner Tante bekommt er die Maxime "Sieh niemals weg" mit auf den Weg gegeben, was ihn für sein Leben prägen wird. Später muss er mitansehen, wie Elisabeth wegen vermeintlicher Schizophrenie weggebracht wird. Von Professor Carl Seeband, als Leiter der Dresdener Frauenklinik und SS-Obersturmbannführer glühender Verfechter der Nazi-Ideologie, wird ihre Zwangssterilisation und spätere Ermordung angeordnet, während Kurt Zeuge der Luftangriffe auf Dresden wird.

Nach dem Krieg wird Seeband zunächst vom KGB inhaftiert, bietet allerdings seine Hilfe an, als bei der Frau des örtlichen KGB-Offiziers Probleme bei einer Geburt auftreten, und rettet das Leben von Frau und Kind. Der Offizier verspricht Seeband daraufhin, ihn zu schützen. Barnert findet zunächst eine Anstellung in einer Fabrik für Schilder- und Bannermalerei und beginnt später an der Dresdener Kunstakademie ein Studium der Malerei. Sein Professor, der das Talent des jungen Mannes erkennt, lehrt ihn den Sozialistischen Realismus, den Kurt innerlich ablehnt. Er lernt die junge Elisabeth kennen, die an der Akademie Mode- und Textilgestaltung studiert und die ihn an seine Tante erinnert. Sie verlieben sich ineinander und er zieht als Mieter in ihr elterliches Haus ein.

Dort trifft Kurt auf Elisabeths Vater. Es ist Professor Carl Seeband, der der Strafverfolgung nach dem Krieg entgangen ist und sich inzwischen ganz in den Dienst der sozialistischen Ideologie der DDR gestellt hat. Kurt weiß jedoch nicht, dass Seeband derjenige ist, der für den Tod seiner Tante verantwortlich war. Die Beziehung seiner Tochter ist dem mit Standesdünkel behafteten Arzt zwar ein Dorn im Auge, aber er fügt sich. Als sie jedoch schwanger wird, nimmt er bei ihr unter dem Vorwand der medizinischen Notwendigkeit eine Abtreibung vor, auch in der Hoffnung, dass dadurch die Liebe von Kurt und Ellie, wie er sie nennt, zerbricht. Das passiert jedoch nicht und die beiden heiraten.

Nach seinem Studium in Dresden bekommt Barnert den Auftrag zu einem großen Wandfresko im sozialistischen Stil. Er willigt ein, um Geld zu verdienen. Seine Schwiegereltern entschließen sich die DDR zu verlassen, da der KGB-Offizier, der Seeband schützt, bald nach Moskau versetzt wird. Barnert und seine Frau entschließen sich wenig später ebenfalls in den Westen zu gehen, was ihnen Anfang 1961 in Berlin auch gelingt.

Kurt und Ellie gehen nach Düsseldorf, da sich Kurt an der dortigen Kunstakademie die beste Förderung erhofft. Er mogelt bei der Angabe seines Alters und wird als "26-Jähriger" an der Kunstakademie angenommen, obwohl er schon 29 ist. Hier kommt er in Berührung mit der modernen Kunst der bundesdeutschen Nachkriegszeit, bei der Malerei zwar ausgedient hat, sonst aber alles möglich scheint, und die so ganz anders ist als das, was er in der DDR gelernt hat. Seine Frau findet eine Anstellung in einer Kleiderfabrik. Versuche des Paares, Eltern zu werden, scheitern und Elli bekommt diagnostiziert, dass sie keine Kinder bekommen kann, was augenscheinlich an der Abtreibung liegt, die Ellies Vater vorgenommen hatte.

Nach anfänglicher Begeisterung und künstlerischer Produktivität gerät Barnert in eine Krise, ausgelöst auch durch ein Urteil seines Professors, der ihm zwar Begabung attestiert, ihn jedoch ermutigt, das zu finden, was wirklich seins sei. Als Kurt eine Zeitungsmeldung liest, nach der ein ranghoher NS-Arzt gefasst worden sei, fängt er an, Schwarz-Weiß-Fotos fotorealistisch abzumalen. Als Prof. Seeband in Kurts Atelier ein Gemälde sieht, das eine eher zufällig entstandene Montage seines Kopfes mit dem des gefassten NS-Arztes Kroll und dem Gesicht von Kurts ermordeter Tante darstellt, verliert er die Fassung und ergreift die Flucht. Ob Barnert dadurch letztendlich klar wird, dass Seeband der Arzt war, der seine Tante hatte ermorden lassen, lässt der Film offen.

Nachdem das Ehepaar die Hoffnung, ein Kind zu bekommen, bereits aufgegeben hatte, wird Ellie doch schwanger. Mit seiner Kunst, in der er auch seine Kindheitserinnerungen verarbeitet, kann Barnert schließlich reüssieren. Die Presse bescheinigt ihm zwar, der aufstrebende Stern am Kunstmarkt zu sein, greift jedoch eine Formulierung Barnerts auf und nennt seine Gemälde wegen seiner Vorgehensweise, Fotos abzumalen, Werk ohne Autor.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Werk ohne Autor": 3,2 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Werk ohne Autor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.