Nader und Simin - Eine Trennung

Nader und Simin - Eine Trennung ist ein Spielfilm des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi aus dem Jahr 2011. Das Drama basiert auf einem Originaldrehbuch von Farhadi, der auch die Produktion übernahm und seine Tochter als Schauspielerin einsetzte.

Nader und Simin sitzen vor Gericht. Simin will die Scheidung, um mit ihrer Tochter das Land zu verlassen. Nader weigert sich mitzugehen, er möchte seinen Alzheimer kranken Vater nicht zurücklassen. Als ihr der Richter die Scheidung verwehrt, zieht Simin zurück zu ihren Eltern. Nader engagiert für die Pflege seines Vaters die junge Mutter Razieh. Doch Razieh arbeitet ohne Erlaubnis ihres jähzornigen und hoch verschuldeten Ehemannes - und sie erwartet ein weiteres Kind. Mit der Pflege des verwirrten Vaters ist sie schon bald überfordert. Eines Tages bindet sie den alten Mann ans Bett und verlässt die Wohnung. Als Nader seinen bewusstlosen Vater findet, stößt er Razieh wütend aus der Wohnung. (Amazon.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Deutscher Titel: Nader und Simin - Eine Trennung
Genre: Drama
Produktion: Iran
Jahr: 2010
Länge: 123 Minuten
Verleih: Alamode Film
FSK: 12
Website: Offizielle Homepage

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Asghar Farhadi
Produktion: Asghar Farhadi
Kamera: Mahmood Kalari
Schnitt: Hayedeh Safiyari

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Nader und Simin - Eine Trennung. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Nader und Simin sind seit 14 Jahren verheiratet und leben mit ihrer elfjährigen Tochter Termeh in Teheran. Die Familie gehört der urbanen oberen Mittelschicht an. Das Paar steht kurz vor der Trennung. Simin will das Land, wie ursprünglich gemeinsam geplant und bereits erfolgreich bei den Behörden beantragt, mit ihrem Gatten und der Tochter verlassen. Termeh soll nicht weiter "unter den Umständen hier" aufwachsen. Inzwischen werden Simins Absichten vom dickköpfigen Nader jedoch nicht mehr geteilt. Er hat Bedenken wegen seines Vaters, der an Alzheimer leidet und mit in der gemeinsamen Wohnung lebt. Als Reaktion auf Naders Entschluss, bei seinem Vater in Iran zu bleiben, reicht Simin die Scheidung ein.

Das Familiengericht lehnt Simins Klage ab, die Probleme sind nach Auffassung des Richters nicht gravierend genug, nach iranischem Recht muss der Ehemann der Scheidung also zustimmen. Hierzu ist Nader aus Enttäuschung und Trotz auch prinzipiell bereit, will Termeh aber nicht mit Simin gehen lassen. Simin verlässt nun Ehemann und Tochter und zieht bei ihrer Mutter ein. Nader engagiert deshalb die von seiner Noch-Ehefrau ausgesuchte Razieh als Haushaltshilfe. Die junge schwangere Frau aus einem der armen Vororte Teherans soll tagsüber seinen pflegebedürftigen Vater betreuen. Razieh übernimmt die Arbeit für wenig Lohn, da ihre Familie finanziell darauf angewiesen ist, allerdings ohne Wissen ihres jähzornigen arbeitslosen Ehemanns Hodjat, der nach iranischem Recht seine Zustimmung hätte geben müssen. Zu ihrer Arbeit bringt die gottesfürchtige, stets in einen Tschador gehüllte Frau ihre kleine Tochter, Somayeh, mit.

Razieh ist mit der Pflege des Alten jedoch überfordert. Vor allem ist sie unsicher, ob es ihr aus religiösen Gründen erlaubt ist, den älteren Mann zu waschen, der auch an Inkontinenz leidet. Schon nach dem ersten Tag will sie die Stelle an ihren Ehemann weitervermitteln. Da dieser aber wegen seiner Schulden bei Gläubigern verhindert ist, vertritt sie ihn. Als Razieh eines Tages einen Arzttermin wahrnehmen muss, fesselt sie den schlafenden alten Mann an sein Bett und schließt ihn ein. Der Greis wird später am Tag bewusstlos neben dem Bett liegend von Nader und seiner Tochter aufgefunden. Aufgebracht drängt Nader seine zurückkehrende Haushaltshilfe aus der Wohnung und schimpft sie eine Diebin. Er schiebt Razieh aus der Haustür, worauf diese im Treppenhaus stürzt. Später erfährt er, dass sie im Krankenhaus behandelt wurde und ihren ungeborenen Sohn im fünften Monat verloren hat.

Ein Gericht wird mit der Bewertung von Naders Schuld beauftragt. Er sieht einer Anklage wegen Totschlags entgegen, sollte bewiesen werden, dass er Kenntnis von Raziehs Schwangerschaft hatte. Gleichzeitig wird Razieh wegen Misshandlung des alten Manns angeklagt. Der verschuldete Hodjat ist hin- und hergerissen zwischen der für Nader geforderten Gefängnisstrafe und einer finanziellen Abfindung, sollte er die Anklage fallen lassen. Naders Stolz aber steht der Zahlung eines Blutgelds im Weg. Termeh schützt ihren Vater mit einer Falschaussage, während Simin außerhalb des Gerichts mit zur Wahrheitsfindung beiträgt. Es stellt sich heraus, dass Razieh, die sich weigert, die Schuld Naders auf den Koran zu schwören, vor dem Zwischenfall auf der Straße angefahren worden war, als sie Naders dementen Vater wieder zurückholen wollte, der unbemerkt das Haus verlassen hatte.

Termehs Hoffnung, dass ihre Eltern wieder zueinander finden, erfüllt sich nicht. Vor dem Familiengericht muss sie sich entscheiden, ob sie von nun an bei Nader oder bei Simin leben möchte.

DVD und Blue-ray

DVD

Titel: Nader und Simin - Eine Trennung
Label: Alamode Filmdistribution (AL!VE)
Releasedatum: 27.01.2012
Laufzeit: 118 Minuten
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Format: Dolby, PAL
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Region-Code: 2 - West- und Mitteleuropa, Südafrika, Ägypten und Naher Osten, Japan
Discs: 1
EAN: 4042564133660
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Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Nader und Simin - Eine Trennung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.