Atmen

Atmen ist der Titel eines 2011 produzierten österreichischen Spielfilms. Das Drama ist die erste Regiearbeit des Schauspielers Karl Markovics, der auch das Drehbuch verfasste.

Roman Kogler (Thomas Schubert) ist 19 Jahre alt und sitzt im Gefängnis. Seine Mutter hat ihn als Kind weggegeben und seitdem ist nichts so gelaufen, wie man es sich wünschen würde. Roman will seine Haftentlassung aus der Jugendstrafanstalt beantragen, doch die Aussichten sind nicht allzu rosig: Denn er ist ein Einzelgänger, verschlossen und schwierig. Außerdem tut er sich schwer, einen Job zu finden, den er auch behalten kann. Doch dann bewirbt sich Roman bei einem Bestattungsunternehmen und die Erfahrungen, die er dort macht, verändern sein Leben ... (Amazon.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Atmen
Genre: Drama
Produktion: Österreich
Jahr: 2011
Länge: 98 Minuten
Verleih: ThimFilm
FSK: 12
Website: Offizielle Homepage

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Karl Markovics
Produktion: Dieter Pochlatko, Nikolaus Wisiak
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Alarich Lenz

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Atmen. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Roman Kogler ist 19 Jahre alt und verbüßt eine Haftstrafe von fünf Jahren in einem Jugendgefängnis in Niederösterreich. Im Alter von 14 Jahren hatte er im Zuge eines Streites einen gleichaltrigen Kontrahenten zu Tode getreten. Von seiner Mutter als Kind verstoßen, möchte er eine frühzeitige Haftentlassung beantragen. Doch dazu braucht er einen Job. In einer Zeitung liest er eine Stellenausschreibung bei der Bestattung Wien.

Obwohl ihm sein Bewährungshelfer davon abrät, fängt Roman während seines Freiganges als Bestatter an. Hier muss er nicht nur die Scheu gegenüber Leichen ablegen, sondern muss auch das Mobbing seines Vorgesetzten Rudolf Kienast ertragen. Eines Tages erhält das Team rund um Roman den Auftrag, einen Leichnam aus dem Kaiser-Franz-Josef-Spital auf einen Friedhof zu bringen. Die Dame heißt, wie Roman, mit Nachnamen Kogler, weshalb Roman annimmt, dass seine Mutter vor ihm liegt. Zwar stellt sich später heraus, dass die Frau nicht seine Mutter ist, doch der Jugendliche beginnt nach seiner Mutter zu suchen. Roman kann seine Mutter Margit Kogler schnell ausfindig machen und spricht sie in einem Möbelhaus an. Sie führen ein langes Gespräch über die Vergangenheit, Roman lügt seine Mutter an und erzählt, dass er Tauchlehrer sei. Seine Haftstrafe verschweigt er vollständig. Auf die Frage warum sie ihren eigenen Sohn freiwillig der Jugendfürsorge übergab, antwortete die Mutter, dass diese Tat das Beste war, was sie je in ihrem Leben gemacht hat. Roman geht darauf wütend weg.

In der Zwischenzeit gibt es ein Schlüsselerlebnis zwischen Kienast und Roman, bei einer Abholung aus einer Wohnung wehrt sich Roman gegen die Anfeindungen von Kienast. Als er ihm hilft den Leichnam zu waschen und anzukleiden funktioniert zum ersten Mal die Zusammenarbeit und die Kommunikation verbessert sich. Langsam wird Kienast zu einer fehlenden Vaterfigur für Roman. Noch mehr werden die beiden zusammengeschweißt, als sie zu einer Abholung beim Wiener Praterstern gerufen werden, jedoch der vermeintliche Tote noch von der Rettung reanimiert wird.

An einem anderen Tag fängt Margit ihren Sohn nach seinem Dienst bei der Bestattung ab. Sie erzählt, dass Roman als Baby insbesondere in der Nacht sehr unruhig und laut war. Um wenigstens eine Nacht lang gut schlafen zu können nahm die Jungmutter ein Kissen und drückte es Roman ins Gesicht bis dieser mit dem Schreien aufhörte. Das Baby atmete nicht mehr, weshalb Margit dem leblosen Kind mehrere Atemspenden gab, worauf dieses wieder zu atmen begann. Am nächsten Tag übergab sie das Kind der Jugendfürsorge.

Während der Anhörung der beantragten Bewährung, sieht man das Video in dem die Tat nachgestellt wird. Hier erkennt man, dass Roman von seinem Heimkollegen mittels Pullover über dem Kopf die Luftzufuhr abgeschnürt wurde und das, verbunden mit seinem unterbewussten Trauma aus dem Säuglingsalter, hat die Kurzschlusshandlung des Totschlags hervorgerufen. Am Ende der Verhandlung sieht man Roman das Gericht verlassen, jedoch erfährt man nicht den Ausgang derselbigen. Die freudige Reaktion seines Bewährungshelfers deutet allerdings einen positiven Ausgang an. In der letzten Szene besucht er das Grab des Jugendlichen, dessen Tod Roman zu verantworten hat.

DVD und Blue-ray

DVD

Titel: Atmen (DVD)
Label: Thimfilm
Releasedatum: 16.12.2013
Laufzeit: 135 Minuten
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Bildformat: 16:9 - 2.35:1
Region-Code: 2 - West- und Mitteleuropa, Südafrika, Ägypten und Naher Osten, Japan
Discs: 1
EAN: 9120043850507
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Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Atmen (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.