Global Player - Wo wir sind isch vorne

Global Player - Wo wir sind isch vorne ist ein Spielfilm des deutschen Regisseurs Hannes Stöhr, der das tragikomische Porträt einer mittelständischen Unternehmerfamilie in der Globalisierung zeichnet. Die Hauptrollen spielen der Volksschauspieler Walter Schultheiß sowie Christoph Bach, Inka Friedrich und Ulrike Folkerts.

Das Familienunternehmen 'Bogenschütz & Söhne' baut seit Generationen im schwäbischen Hechingen zuverlässige Textilmaschinen. Aber jetzt bleiben die Aufträge aus, die asiatische Konkurrenz ist billiger. Michael Bogenschütz steht das Wasser bis zum Hals. (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Global Player - Wo wir sind isch vorne
Genre: Tragikomödie, Drama
Produktion: Deutschland
Jahr: 2012
Länge: 98 Minuten
Verleih: movienet

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Hannes Stöhr
Produktion: Karsten Aurich, Annedore v. Donop, Hannes Stöhr
Kamera: Andreas Doub
Schnitt: Simone Klier

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Global Player - Wo wir sind isch vorne. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Die Firma Bogenschütz & Söhne, die seit Generationen Strickmaschinen produziert, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Geschäftsführer Michael Bogenschütz kommt von einer China-Reise zurück, wo er mit chinesischen Investoren gesprochen hat. Seinem Vater, Seniorchef Paul Bogenschütz, erzählt er, dass er Kundengespräche geführt habe. Der knorrige Patriarch feiert seinen neunzigsten Geburtstag im Kreise seiner Kinder. Am Rande teilt Michaels Frau den beiden ebenfalls an der Firma beteiligten Schwestern mit, dass es der Firma sehr schlecht geht und das Haus der Familie bereits der Bank überschrieben wurde. Michael setzt seine ganze Hoffnung auf einen Großauftrag, den das Unternehmen in Aussicht hat. Bei einem Besuch der chinesischen Delegation stellt sich Paul in ruppiger Art gegen ein Engagement der Chinesen, deren Geschäftsgebaren er deutlich kritisiert. Auch Michael erteilt den Gästen, die die Firma übernehmen wollen, eine vorläufige Absage. Er versucht beim örtlichen Bankchef, der auch sein Tennispartner ist, weitere Kredite zu bekommen, die dieser aber nur gegen Sicherheiten geben will. Seine Wut darüber lässt Michael beim gemeinsamen Sport aus, indem er ihn mit Tennisbällen bombardiert. Seine Verzweiflung über die Situation wächst. Er trinkt zu viel und gibt seinen Porsche in Zahlung.

Senior Paul hat derweil beim Banker ebenfalls keinen Erfolg und übereignet sein Haus deshalb der Bank. Mit seiner Betreuerin Agnieschka unternimmt er eine Reise zu seinen Töchtern nach Köln und Berlin, um diese zum gleichen Schritt zu bewegen. Bei Marlies, die mehrere Yoga-Studios betreibt, stößt er dabei auf Ablehnung, worauf es zu einer heftigen verbalen Auseinandersetzung mit ihr kommt. Paul betrinkt sich in einem Bordell und muss von der Polizei zurückgebracht werden. Marianne dagegen ist damit einverstanden, das Haus wieder zurückzugeben, das ihr vom Vater einst geschenkt wurde. Bei dieser Gelegenheit lernt Paul ihren langjährigen Lebensgefährten kennen. Dieser ist amerikanischer Jude, der seine Großeltern in Auschwitz verloren hat, und deshalb mit der älteren Generation der Deutschen nichts zu tun haben wollte. Paul erklärt, dass er damals zwar auch der Propaganda geglaubt habe, aber noch sehr jung war. Gleichzeitig gibt er seiner Verbitterung über die Kriegserlebnisse Ausdruck und erzählt weinend, dass er diese nie vergessen konnte.

Michael kann unterdessen die Gehälter in der Firma nicht mehr ausbezahlen. Die Belegschaft beschwert sich über die mangelnde Kommunikation. Der Großauftrag wird nicht erteilt, stattdessen verlagert der Kunde seine Produktion nach China. Überraschend taucht der in Thailand lebende Bruder Matthias auf, der eine alternative Lebensweise bevorzugt. Dieser plant, eine Thailänderin zu heiraten und will sich seinen Unternehmensanteil ausbezahlen lassen, um sich an einer Strandbar zu beteiligen. Er akzeptiert aber, dass dies in der jetzigen Situation nicht möglich ist, und hätte gegen einen Verkauf an die Chinesen nichts einzuwenden.

Michael reist schließlich zu erneuten Verhandlungen nach Shanghai, wobei er von seiner Schwester Marlies begleitet wird. Sie hat die Idee, mit ökologisch-nachhaltiger Produktion Textilmaschinen für Yoga-Kleidung zu produzieren. Die Chinesen sind weiterhin nur am Kauf interessiert sind und stellen noch weitere Bedingungen, wie den Austritt aus Arbeitgeberverband und Gewerkschaft. Die Geschwister erklären sich zum Verkauf bereit, allerdings nur gegen eine Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter und den Verbleib des Patentes für Gesundheitstextilien bei der Familie. Die Begründung von Marlies, dass aufgrund der in China üblichen Morgengymnastik, die auch in Deutschland eingeführt werden könnte, dieses nicht benötigt werde, sorgt für große Heiterkeit bei der chinesischen Delegation. Der Plan ist, mit diesem Patent weiter Maschinen zu produzieren, bei entsprechendem Erfolg den Chinesen Konkurrenz zu machen und die früheren Mitarbeiter wieder zurückzuholen. Seniorchef Paul, der ein Vetorecht hat, wird am Telefon erzählt, die Verhandlungen hätten ergeben, dass die Chinesen zwar investieren werden, die Firma aber in Familienbesitz bleibt. Zufrieden über diesen Ausgang schließt er seine Augen für immer.

In der Schlusssequenz erläutern zwei Arbeiter bei einem Fabrikrundgang dem neuen chinesischen Firmenchef in breitestem Schwäbisch technische Probleme, was die Dolmetscherin aber nicht versteht.

DVD und Blue-ray

DVD

Titel: Global Player - Wo wir sind isch vorne [2 DVDs]
Label: Movienet / Lighthouse Home Entertainment
Releasedatum: 09.05.2014
Laufzeit: 95 Minuten
Sprachen: Deutsch
Format: Dolby, PAL
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Region-Code: 2 - West- und Mitteleuropa, Südafrika, Ägypten und Naher Osten, Japan
Discs: 2
EAN: 4250128412537
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Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Global Player - Wo wir sind isch vorne aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.