Stille Nacht

Stille Nacht ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2012, bei dem der österreichische Filmemacher Christian Vuissa Regie führte, das Drehbuch schrieb und auch produzierte. Er entstand in Co-Produktion mit dem amerikanischen Kabel-TV-Sender der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage BYU TV und wurde international im Kino ausgewertet.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Silent Night
Deutscher Titel: Stille Nacht
Genre: Biografie, Drama, Musik
Produktion: USA, Österreich
Jahr: 2012
Länge: 95 Minuten
Verleih: Rekord-Film
FSK: ohne Altersbeschränkung

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Christian Vuissa
Produktion: Christian Vuissa
Kamera: Ty Arnold
Schnitt: Ludwig Einklang

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Stille Nacht. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der katholische Priester Joseph Mohr wird im Jahre 1818 zum Dienst nach Oberndorf bei Salzburg berufen. In Oberndorf herrschen aufgrund von Krieg, Überschwemmungen und einer neu gezogenen Grenze Armut und Hoffnungslosigkeit. Das will der junge Priester ändern. Sein Ziel ist es, die Kirche den Menschen näherzubringen. Sein Vorgesetzter, Pfarrer Josef Kessler, ist ganz seiner Meinung und die beiden sind sich einig, dass das Volk anstatt einer autoritären Kirchenhaltung vor allem Hoffnung benötigt. Um das Wort Gottes dem Volk verständlicher zu machen, wollen sie die Messe gemeinsam mit einer deutschen Predigt abhalten. Mohr trifft auch den Organisten Franz Gruber, mit dem er einen Kirchenchor gründet, der ebenfalls auf Deutsch anstatt auf Lateinisch singen soll.

Mohr besucht die Taverne in Oberndorf und freundet sich mit Maria und ihren Freunden an, die schon lange nicht mehr die Kirche besucht haben und im Ort als Abschaum gelten. Er ist von Marias Singstimme so beeindruckt, dass er vorschlägt, ihr Gesangunterricht zu geben. Außerdem lädt er ihre Freunde ein, im neu gegründeten Kirchenchor mitzusingen. Mohr ist sich auch nicht zu schade, seine Gitarre in der Taverne zu spielen und mit Maria und ihren Freunden weltliche Lieder zu singen und sich mit ihnen zu vergnügen. Seine Bemühungen machen sich bezahlt, wenn Maria und einige ihrer Freunde am Sonntag in die Kirche kommen.

Kurz nach Mohrs Ankunft wird Pfarrer Kessler in eine andere Pfarre versetzt, da er sich wegen seiner liberalen Ideen Feinde geschaffen hat. Mohr hat es plötzlich mit einem neuen Vorgesetzten zu tun. Pfarrer Georg Heinrich Nöstler vertritt eine streng konservative Haltung und weiß mit Mohrs Ideen sehr wenig anzufangen. Nöstler glaubt, dass nur eine starke Kirchenautorität die Menschen zum Gehorsam bewegen kann und verbietet Mohr, das Gesindel der Stadt in die Kirche einzuladen, da dieses ähnlich einem Virus die ganze Gemeinde verseuchen würde. Mohr muss sich entscheiden, ob er seine Vision der Hoffnung weiterverfolgt oder sich seinem Vorgesetzten unterordnet.

Mohr hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Armen und Bedürftigen in Oberndorf zu besuchen und versucht, ihre Schmerzen und Sorgen zu lindern. Darunter befindet sich auch die alleinstehende Mutter Klara mit ihrem schwer erkrankten Sohn Johannes. Mohr bemüht sich, Klara Hoffnung zu schenken und sich um den Jungen zu kümmern. Einmal liest er ihm als Gutenachtgeschichte ein Gedicht vor, dass er selbst geschrieben hat. "Stille Nacht! Heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht, nur das traute heilige Paar. Holder Knab im lockigten Haar. Schlafe in himmlischer Ruh!” Als er mit dem Gedicht zu Ende kommt, ist Johannes bereits eingeschlafen. Klara bedankt sich bei Mohr, dass er sie wegen ihres unehelichen Kindes nicht verurteilt und beginnt für den jungen Priester Gefühle zu hegen.

Der ausschließlich aus Männern bestehende Kirchenchor beginnt seine Proben, und einige aus der Taverne nehmen daran teil. Maria begleitet ihre Freunde und beginnt spontan mitzusingen. Bei der ersten öffentlichen Aufführung des Kirchenchors bleiben alle von Marias Freunden der Kirche fern. Nur Marias bester Freund Anton kommt mit, will aber ohne sie nicht am Chor teilnehmen. Um ihn zum Mitsingen zu überreden, gesellt sich Maria zum Männerchor und beginnt in vollen Zügen mitzusingen. Der Skandal einer Frau im Kirchenchor und eines auf Deutsch gesungenen Liedes bewegt die Gemüter und Pfarrer Nöstler erfährt davon schnell.

Beflügelt vom Erfolg des Kirchenchors, fühlt Mohr sich in seinem Tun bestätigt und möchte zur Weihnachtsmesse ein eigenes Chorlied einstudieren, das ebenfalls auf Deutsch gesungen werden soll. Er bittet den Organisten Franz Gruber die Melodie für das Lied zu schreiben. Doch Nöstler ordnet an, dass von nun an der Chor nur in Lateinisch singen darf und ohne die Beteiligung einer Frau. Nöstler droht Mohr mit Versetzung, sollte er weiterhin ungehorsam sein.

Alle Bemühungen Mohrs scheinen zum Scheitern verurteilt. Nöstler beginnt, die Messe selbst zu halten, und zwar ohne eine Predigt auf Deutsch. Schon bald bleiben Maria und ihre Freunde der Kirche wieder fern. Und nach einer kurzen Genesungsphase erkrankt Johannes wieder und Mohrs Gebete bleiben unbeantwortet. Als auch noch die Kirchenorgel kurz vor Weihnachten kaputtgeht, steht Mohr vor der Entscheidung, Oberndorf für immer zu verlassen oder zusammen mit seinem Freund Franz Gruber weiterzumachen.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Stille Nacht (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.