Leviathan

Leviathan ist ein russisches Filmdrama des Regisseurs Andrei Swjaginzew aus dem Jahr 2014. Das Drehbuch stammt von Swjaginzew und Oleg Negin. Hauptdarsteller sind Alexei Serebrjakow, Jelena Ljadowa und Wladimir Wdowitschenkow. Die Geschichte ist eine moderne Adaption des Buches Hiob und spielt auf einer Halbinsel in der Barentssee.

Kolia und seine Familie leben im rauen Norden Russlands. Die unberührte Landschaft lockt bald den durchtriebenen Bürgermeister Vadim an, der mit allen Mitteln einer korrupten Bürokratie versucht, Kolia von seinem Land zu vertreiben. . . . (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Левиафан
Deutscher Titel: Leviathan
Genre: Drama
Produktion: Russland
Jahr: 2014
Länge: 142 Minuten
Verleih: Wild Bunch Germany
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Andrei Swjaginzew, Oleg Negin
Produktion: Sergei Melkumow, Alexander Rodnjanski
Kamera: Michail Kritschman
Schnitt: Anna Mass

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Leviathan. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der Automechaniker Nikolai Sergejew lebt zusammen mit seiner Frau Lilia und seinem Sohn Roman aus erster Ehe in der kleinen Stadt Pribreschny an der Barentssee. Sein Haus befindet sich auf einem recht attraktiven Grundstück am Ufer einer kleinen Bucht. Wadim Schelewjat, der korrupte Bürgermeister der Stadt, versucht ihm sein Grundstück und seinen ganzen Besitz - so auch die Autowerkstatt - wegzunehmen. Dafür soll er nur mit einem lachhaften "Kaufpreis" entschädigt werden, der es ihm nicht mal erlauben würde, eine einfache Wohnung in der Stadt zu kaufen.

Zwei Prozesse, in denen er dieses Verfahren angefochten hatte, hat Sergejew bereits verloren, daher bittet er seinen Armeefreund Dmitri Selesnjow um Hilfe, der inzwischen ein angesehener Advokat in Moskau ist. Dieser recherchiert einige nicht näher benannte Fakten, mit denen der Bürgermeister angeschwärzt werden soll, um ihn von seinem Plan abzubringen. Selesnjow trifft den Bürgermeister und zeigt ihm eine Mappe mit Beweismitteln, mit denen er den Politiker zu erpressen versucht. Der Advokat verweist auf seine Bekanntschaft mit einflussreichen Moskauer Politikern und fordert, entweder von Nikolai abzulassen, oder ihm eine gerechte Entschädigung - das sechsfache dessen, was ursprünglich angeboten wurde - auszuzahlen.

Bei einem Picknick mit Barbecue, Wodka und Schießübungen findet Nikolai heraus, dass seine Frau Lilia und sein Freund Dmitri eine Affäre haben. Nikolai verprügelt beide und droht im betrunkenen Zustand, beide umzubringen. Zunächst fahren Lilia und Dmitri ins Hotel, doch schließlich kehrt Lilia zu ihrem Mann zurück, der sich unterdessen wieder beruhigt hat. Roman hingegen, der zu seiner Stiefmutter auch vorher schon ein schwieriges Verhältnis hatte, kann Lilia nicht vergeben.

Bürgermeister Schelewjat ist angesichts der gegen ihn gesammelten Beweismittel zunächst beeindruckt, berät sich dann jedoch mit den örtlichen Autoritäten - dem korrupten Richter, dem Prokuroren und Polizeivorstand -, vergewissert sich der Unterstützung des Bischofs der Stadt und beschließt, der Erpressung nicht nachzugeben. Er lockt den Advokaten unter dem Vorwand weiterer Verhandlungen in eine entlegene Gegend, lässt ihn dort verprügeln und derart einschüchtern, dass Dmitri daraufhin wieder nach Moskau abreist.

Nach einem Streit mit Roman verlässt Lilia das Haus und reagiert nicht mehr auf Anrufe. Kurze Zeit später wird sie tot im Wattenmeer aufgefunden. Nikolai versucht daraufhin, sein Schicksal im Wodka zu ertränken. Er fragt einen Priester, wie Gott dies zulassen konnte und ob die Ereignisse einen anderen Verlauf genommen hätten, wenn er ein frommeres Leben geführt hätte.

Die Untersuchung Lilias Leiche weist angeblich darauf hin, dass sie erschlagen wurde, bevor sie die Klippe hinunterfiel. Nikolai wird aufgrund seiner Äußerungen beim Picknick und der "erdrückenden" Beweislast des Mordes verdächtigt und verhaftet, sein Haus wird schließlich von Baggern zerstört. Das befreundete Ehepaar Poliwanow bietet an, Roman bis zu dessen Volljährigkeit in seine Obhut zu nehmen. Das Gericht spricht Nikolai aufgrund von Indizienbeweisen schuldig und verurteilt ihn zu 15 Jahren Gefängnis. Der Bürgermeister ist zufrieden, als er vom Urteil erfährt.

Im Finale des Filmes predigt der Bischof in einer großen, neuen Kirche, die an der Stelle von Nikolais Haus errichtet wurde.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Leviathan": 3,2 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Leviathan (2014) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.