Der Landarzt von Chaussy

Der Landarzt von Chaussy ist eine französische Tragikomödie von Thomas Lilti aus dem Jahr 2016. In den Hauptrollen spielen François Cluzet, Marianne Denicourt und Isabelle Sadoyan. Der Film kam am 8. September 2016 in die deutschen Kinos.

Dr. Jean-Pierre Werner ist seit über 30 Jahren Landarzt. Als er plötzlich selbst erkrankt, ist er gezwungen, eine Vertretung einzustellen. Diese kommt, schneller als ihm lieb ist, in Gestalt der selbstbewussten Dr. Nathalie Delezia. (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Médecin de campagne
Genre: Tragikomödie
Produktion: Frankreich
Jahr: 2016
Länge: 102 Minuten
Verleih: Alamode Film

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Thomas Lilti, Baya Kasmi
Kamera: Nicolas Gaurin
Schnitt: Christel Dewynter

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Der Landarzt von Chaussy. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Jean-Pierre Werner arbeitet seit vielen Jahren als Arzt im Dorf Chaussy, wo er eine kleine Praxis betreibt, und macht Hausbesuche in der Umgebung. Im Dorf lebt auch seine Mutter; Jean-Pierre hat zudem einen erwachsenen Sohn, der wie dessen Mutter in der Großstadt lebt. Eines Tages erfährt Jean-Pierre, dass er einen inoperablen Temporaltumor in der linken Gehirnhälfe hat. Eine Chemotherapie kommt infrage, doch müsste er aufhören zu arbeiten und Stress vermeiden. Jean-Pierre stimmt einer Therapie zu, will jedoch weiterarbeiten.

Eines Tages erscheint Nathalie Delezia in Jean-Pierres Praxis. Dieser hält sie für eine Patientin, doch stellt sich heraus, dass Jean-Pierres behandelnder Arzt Michel Norès sie als seine neue Kollegin zu ihm geschickt hat. Nathalie ist keine junge Frau mehr und so reagiert Jean-Pierre ablehnend als er hört, dass sie gerade erst ihr praktisches Jahr beendet hat. Nathalie ist jedoch keine unerfahrene Ärztin. Sie hat lange Zeit als Krankenschwester gearbeitet und zudem promoviert. Da sie in der Nähe von Chaussy aufgewachsen ist, wollte sie sich sowieso auf dem Land als Ärztin niederlassen. Jean-Pierre lässt sie zunächst auflaufen, schickt sie allein zu schwierigen Patienten und konfrontiert sie mit Situationen, die sie überfordern müssen. Er korrigiert ihre Fehler und erklärt ihr Besonderheiten einzelner Patienten, so liegt ihm die häusliche Pflege des 92-jährigen Sorlin beispielsweise besonders am Herzen. Er solle auf keinen Fall erneut ins Krankenhaus, wo man ihn doch nicht heilen könne. Nathalie gewinnt Jean-Pierres Respekt, als sie sich bei der Behandlung einer Sinti-und-Roma-Frau bewährt. Als er Nathalie für ihre Gesundheitsbescheinigung medizinisch untersucht, geht er auf ihre vorsichtigen Flirtversuche jedoch nicht ein.

Jean-Pierre erkennt, dass der Krebs fortschreitet. Er riecht Brandgeruch, wo keiner ist, und kann schon bald Dinge nur noch mit einer Gesichtshälfte erkennen. Er beginnt mit der Chemotherapie, weigert sich jedoch, beruflich kürzerzutreten, und will weder seiner Familie noch Nathalie von seiner Erkrankung erzählen. Als er nach einer Behandlung zurück in die Praxis kommt, berichtet ihm Nathalie, dass sie Sorlin wegen seines schlechten Gesundheitszustandes ins Krankenhaus hat einweisen lassen. Jean-Pierre reagiert empört, habe er Sorlin doch versprochen, dies nie zu tun, und entlässt Nathalie fristlos. Kurz darauf verletzt sich der Bürgermeister des Dorfes schwer und Jean-Pierre holt Nathalie zur Akuthilfe dazu. Beim Einsatz verletzt sich Jean-Pierre am Knöchel und am Schlüsselbein. Er lässt sich von Nathalie röntgen und sie erkennt auf dem Röntgenbild der Schulter Metastasen, verschweigt es ihm jedoch. Michel Norès rät ihr davon ab, Jean-Pierre auf seine Krankheit anzusprechen. Dieser wiederum will die Chemotherapie, die kaum anschlägt, nicht durch eine erfolgversprechende Strahlentherapie ergänzen.

Nathalie integriert sich in das Dorfleben und gewinnt das Vertrauen der Patienten. Sie findet neue Therapieansätze und kann mit manchen Patienten besser umgehen als Jean-Pierre. Dieser holt in einer spontanen Aktion den alten Sorlin aus dem Krankenhaus und bringt ihn zurück nach Chaussy. Hier organisiert er ein Pflegeprogramm und Sorlin kann schließlich zuhause in Frieden sterben. Dennoch ist Jean-Pierre nach dem Tod Sorlins desillusioniert, hat er doch das Gefühl, nur die Fehler der Natur zu reparieren, wobei am Ende immer die Natur gewinne. Er erkennt, dass Nathalie weiß, wie krank er ist, und sie gibt zu, Tumore damals auf der Röntgenaufnahme gesehen zu haben. Eine erneute Untersuchung nach mehrwöchiger Chemotherapie ergibt nun, dass Jean-Pierres Hirntumor stark geschrumpft ist.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Der Landarzt von Chaussy": 3 von 5 Punkten - der Film ist OK, man kann ihn sich anschauen. Er ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Der Landarzt von Chaussy aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.