Tenet

Tenet ist ein Science-Fiction-Action-Spionage-Film des britisch-US-amerikanischen Regisseurs Christopher Nolan, der am 26. August 2020 in die deutschsprachigen Kinos kam. Er ist Nolans elfter Spielfilm.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Tenet
Genre: Action, Sci-Fi
Produktion: USA
Jahr: 2020
Länge: 150 Minuten
Verleih: Warner Bros. GmbH
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Christopher Nolan
Kamera: Hoyte van Hoytema
Schnitt: Jennifer Lame

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Tenet. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der Film beginnt mit einem Terroranschlag auf die Kiewer Oper, bei der eine scheinbare Spezialeinheit mit zwei CIA-Agenten eingreift. Sie sollen einen Informanten befreien und ein wertvolles Objekt bei ihm sicherstellen. Als die Amerikaner die im Opernsaal verteilten Sprengsätze der Terroristen einsammeln, kommt ihnen ein unbekannter Schütze mit einer auffälligen roten Schnur an der Ausrüstung zu Hilfe, der sich in der Zeit zurückzubewegen scheint. Die beiden CIA-Leute werden nach dem Einsatz von den russischen Söldnern der Spezialeinheit überwältigt und gefoltert. Der namenlose Protagonist weigert sich zu reden und schluckt eine vermeintliche Selbstmord-Kapsel.

Er wacht auf einem Schiff vor Dänemark auf und erfährt, dass die Pille nicht tödlich war, sondern ein Test, den er bestanden habe. Offiziell für tot erklärt, wird er nun einer Geheimoperation mit dem Namen "Tenet" zugewiesen. Über die Mannschaft des Windparks Nysted Havmøllepark wird er zurück an Land gebracht. In einer geheimen Forschungseinrichtung erfährt er von der Wissenschaftlerin Barbara, dass es Menschen in der Zukunft gelingen wird, die Entropie von Objekten umzukehren, sodass diese Objekte temporal invertieren: Kugeln werden mit Schusswaffen nicht abgeschossen, sondern aufgefangen. Es wird angedeutet, dass die invertierten Projektile radioaktiv und besonders schädlich sind. Immer mehr solcher Objekte wurden gefunden, und sie deuten auf einen künftigen Weltkrieg hin. Sein Auftrag sei es, den Ursprung dieser Objekte herauszufinden und den dritten Weltkrieg zu verhindern.

Die Herkunft der invertierten Kugeln weist auf den Waffenhändler Sanjay Singh in Mumbai hin. Der Protagonist und sein britischer Kollege Neil verschaffen sich Zugang zu dem abgesicherten Hochhaus des Waffenhändlers, dessen Geschäfte in Wirklichkeit seine Frau Priya leitet. Sie berichtet, sie habe die Munition an einen russischen Oligarchen namens Andrei Sator verkauft, der diese invertiert habe. Er "kommuniziere mit der Zukunft", arbeite für künftige Menschen, die der eigentliche Feind seien.

Sator lebt unzugänglich in London. Priya vermittelt dem Protagonisten deshalb den Kontakt zum britischen Geheimdienstoffizier Sir Michael Crosby, der ihn wiederum zu Sators Ehefrau Kat schickt. Sie hatte ein von einem Fälscher namens Arepo reproduziertes Gemälde von Francisco de Goya irrtümlich für echt befunden, womit ihr Mann sie nun erpresse. Außerdem unterrichtet Crosby den Protagonisten von einer bereits stattgefundenen Explosion im Hypozentrum eines vergangenen Nukleartests auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Der Protagonist sucht Kat auf. Sie erzählt ihm, dass ihr Mann ihr bei einem Yachtausflug vor Vietnam angeboten habe, sie gehen zu lassen, wenn sie ihm den gemeinsamen Sohn überlasse, was sie nicht über sich habe bringen können. Auch habe sie eine Frau vom Boot springen gesehen; wohl eine Geliebte ihres Mannes.

Der Protagonist bietet an, Kat zu helfen, indem er dieses Bild von Sator stiehlt. So erfährt er von ihr, wo Sators wertvollste Besitztümer lagern: in einem gesicherten Zolllager der Firma Rotas am Flughafen Oslo-Gardermoen. Der Protagonist und Neil arrangieren dort mit Ives als Flughafenmitarbeiter einen Flugzeugunfall und brechen in das Zolllager ein. In dessen Zentrum finden sie ein sogenanntes "Drehkreuz", aus dem gleichzeitig zwei maskierte Schützen treten und kurz mit den beiden kämpfen, wobei die Bewegungen eines der beiden zeitlich invertiert sind. Dadurch gestört, können sie das Gemälde nicht an sich bringen.

Von der Waffenhändlerin Priya erhält der Protagonist den Hinweis auf einen geplanten Plutonium-Transport durch Estland, an dem Sator Interesse habe. Über Kat kann der Protagonist ein Treffen mit dem Russen an der Amalfiküste in Italien arrangieren. Sator will den vermeintlichen Nebenbuhler töten lassen, aber als dieser Informationen über das "Plutonium" andeutet, lädt er ihn stattdessen zu einem Segeltörn ein. Vor dem Ausflug macht Sator seiner Frau deutlich, dass er nach wie vor im Besitz des gefälschten Gemäldes ist und sie daher weiter in der Hand hat. Während des Bootsausflugs stößt Kat Sator ins Wasser, doch der Protagonist rettet ihn mit einer Patenthalse und gewinnt so sein Vertrauen. Sator erzählt, wie er in seiner Jugendzeit in der sowjetischen Geschlossenen Stadt Stalsk-12 gearbeitet und dort sein erstes "Plutonium" gefunden habe. Die beiden Männer schließen eine Vereinbarung: Der Protagonist wird das "Plutonium" aus dem Transport stehlen, und Sator wird im Gegenzug Kat freilassen.

Es gelingt den Agenten mit einem aufwendigen Plan, den Gefahrentransport in Tallinn abzupassen und aus dem fahrenden Lastwagen einen Koffer zu erbeuten, der in Wirklichkeit aber kein Plutonium, sondern ein Objekt wie jenes in der Kiewer Oper enthält. Allerdings gibt es Komplikationen: Während des Angriffs taucht auf der Autobahn ein unbekanntes, invertiertes Auto auf und verunfallt, und auch ein invertierter Andrei Sator und dessen Männer greifen ein. Im Dialog wird dies als "temporale Zangenoperation" bezeichnet: Die Männer, die sich in der Zeit rückwärts bewegen, geben während des Kampfes taktische Informationen an ihr normales Selbst weiter.

Die Handlung verlagert sich dann in das Gebäude Sators, wo er sein Drehkreuz installiert hat. Dieses verbindet zwei Räume miteinander, die durch eine Scheibe getrennt sind. In dem einen der beiden Räume ist der Zeitablauf normal, im anderen invertiert. Der invertierte Sator hat die nichtinvertierte Kat entführt und schießt ihr vor den Augen des Protagonisten im anderen Raum mit einer invertierten Kugel in den Bauch, um das Versteck des Objektes zu erpressen. Der nichtinvertierte Sator kann mit dem Objekt fliehen, als die "Kavallerie", eine paramilitärische Tenet-Einheit unter dem Kommandanten Ives, auftaucht und den Schauplatz sichert.

Kat droht an der invertierten Kugel zu sterben und muss deshalb selbst invertiert werden. Der Protagonist und Neil gehen mit ihr durch das "Drehkreuz", sodass sich ihre Zeit umkehrt und ihre Verletzung so heilen kann. Der Protagonist versucht noch, in den gerade abgelaufenen Kampf einzugreifen, hat aber Schwierigkeiten mit der komplexen Physik und verursacht einen Verkehrsunfall: denselben, den er bei der vorangegangenen Verfolgungsjagd bereits beobachtet hatte.

In der Vergangenheit liegt das eroberte "Drehkreuz" noch unzugänglich in Sators Einflussbereich. Aber es gibt noch das andere Drehkreuz im Zolllager Oslo, das die Agenten früher entdeckt hatten. Die drei Invertierten reisen in einem Frachtcontainer zurück nach Oslo - und in der Zeit zu ihrem Einbruch in das Zolllager - wo sie die damalige Ablenkung ein zweites Mal nutzen und sich wieder in die vorwärts laufende Zeit befördern. Es wird dabei klar, dass die beiden Männer, gegen die sie bei ihrem ersten Einbruch gekämpft hatten, in Wirklichkeit zwei Versionen des Protagonisten waren, der zum Drehkreuz läuft und zurück.

Vor der Klimax erfahren die Helden in rekapitulierenden Sequenzen, dass die Zukunftsmenschen die gegenwärtige Generation auslöschen wollen, um ihre eigene Umwelt wiederherzustellen. Ob sie dann auch selbst verschwinden würden, ist unbekannt - offenbar nehmen sie das Risiko in Kauf. Der Algorithmus wird in der Zukunft von einer Wissenschaftlerin erfunden, die Skrupel entwickelt und ihn deshalb in neun Komponenten zerlegt, die sie invertiert und damit zurückschickt. Jede der neun Atommächte hatte eine davon erhalten und versteckt. Doch nun hat Andrei Sator alle Teile zusammen und den fertigen Algorithmus in der Geschlossenen Stadt Stalsk-12 in Sibirien versteckt. Er ist unheilbar an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und wird Selbstmord begehen, will dabei aber die ganze Menschheit mitnehmen. Mithilfe einer Explosion wird das Höhlenversteck so versiegelt, dass es erst von den zukünftigen Menschen geöffnet werden kann. Sator trägt einen Totmannschalter, der ein Signal an die zukünftigen Menschen senden wird, die so zu der ultimativen Waffe Zugang erhalten.

Den Zeitpunkt der Explosion in Stalsk-12 hatte Sir Michael Crosby dem Protagonisten mitgeteilt. Der Protagonist, Neil und die paramilitärische Einheit invertieren in die Zeit davor, um den Algorithmus vor der Explosion sicherzustellen. Kat ist sich sicher, dass Sator für seinen Selbstmord an einen Augenblick zurückkehren wird, in dem er glücklich war: der Yachtausflug vor Vietnam. Sie invertiert zu diesem Zeitpunkt und soll den Selbstmord von Sator so lange verzögern, bis der Algorithmus sichergestellt ist. Danach will sie sich an ihm rächen und ihn selbst töten.

Die Tenet-Agenten und -Schützen organisieren einen zeitlichen Zangenangriff auf die Geschlossene Stadt. Die Hälfte der Einheit operiert dort im regulären Zeitablauf, während die andere Hälfte invertiert ist. Der Einsatzplan umfasst zehn Minuten, die für die einen vorwärts, für die anderen rückwärts verlaufen . Auch die Verteidiger setzen invertierte und reguläre Kämpfer ein.

Auch der Sator aus der Zukunft ist zu dem Zeitpunkt des Yachtausflugs zurückgekehrt. Da sein reguläres Ich an Land ist, fällt der doppelte Sator niemandem auf. Auf dem Schiff erwartet ihn die Kat aus der Zukunft, die er für die Kat der Gegenwart hält, da er glaubt, die zukünftige Kat mit dem Bauchschuss getötet zu haben.

Die letzten Ereignisse verlaufen zeitgleich. Kat spielt zunächst ihre Rolle als liebende Ehefrau und verzögert Sators Selbstmord.

Neil gehört zur blauen, invertierten Einheit beim Angriff in Stalsk-12, der Protagonist und der Kommandant Ives hingegen zu der Einheit im regulären Zeitablauf. Es gelingt ihnen, zum Algorithmus vorzustoßen, doch eine verschlossene Tür hindert sie daran, ihn zu erreichen. Als der Protagonist unter Beschuss gerät, springt ein invertierter Leichnam mit roter Schnur an der Ausrüstung plötzlich auf und öffnet die Tür. Kat kann derweil aber nicht länger schweigen, klärt Sator auf und erschießt ihn. Sators Totmannschalter löst so frühzeitig noch vor der Explosion aus. Der Protagonist und Ives greifen den Algorithmus, und der inzwischen zur regulären Zeit gewechselte Neil zieht die beiden mit einem HUMVEE knapp vor der Explosion in Sicherheit. Kat verlässt das Schiff, als ihr anderes Selbst gerade ankommt, und erkennt dabei, dass sie selbst die Frau ist, die sie damals vom Boot hat springen sehen.

Der Algorithmus ist sicher. Ives, der Protagonist und Neil trennen sich. Neil geht zur Invertierung - er wird die Schlacht dann ein zweites Mal durchkämpfen. Er war es, der invertiert die Tür von innen öffnete, er wird also bei dem invertierten Einsatz sterben. An seiner Ausrüstung befindet sich auch die rote Schnur, die der Zuschauer mehrfach gesehen hat - Neil hat den Protagonisten von Anbeginn beschützt. Er erklärt fast wortgleich zu dem berühmten Schlusssatz aus Casablanca, dass eine wunderbare Freundschaft für ihn nun zu Ende gehe, für den Protagonisten aber beginne. Der Protagonist selbst ist es, der Tenet in der Zukunft gründen und Neil und die anderen rekrutieren wird.

Im London der Gegenwart versucht Priya Kat zu töten , doch der Protagonist kommt ihr zuvor und erschießt Priya und ihren Helfer, unbemerkt von Kat und ihrem Sohn.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Tenet": 4 von 5 Punkten - der Film ist gut und man macht nichts falsch, wenn man ihn sich anschaut!

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Tenet (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.