Synonymes

Synonymes ist ein Filmdrama des israelischen Regisseurs Nadav Lapid, das am 13. Februar 2019 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin seine Premiere feierte und am 27. März 2019 in die französischen Kinos kam.

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Synonymes
Genre: Drama
Jahr: 2019
Länge: 124 Minuten
Verleih: Grandfilm
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Nadav Lapid, Haïm Lapid
Kamera: Shaï Goldman
Schnitt: Era Lapid, François Gédigier, Neta Braun

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Synonymes. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der junge Israeli Yoav ist gerade mit höchsten Erwartungen nach Paris gekommen. Er versucht in Frankreich, sich so schnell wie möglich seiner Nationalität zu entledigen und seine Herkunft auszulöschen. Hierfür muss er den Einbürgerungstest bestehen. Sein Großvater war einst aus Litauen nach Palästina ausgewandert. Fortan soll kein hebräisches Wort mehr über seine Lippen kommen.

In seiner ersten Nacht in Paris findet Yoav die gemietete Altbauwohnung ausgeräumt vor. Da es zudem bitterkalt ist, versucht er, sich im Badezimmer aufzuwärmen. In der Zwischenzeit stiehlt man ihm Klamotten und Gepäck. Nackt und bibbernd steht er im Hausflur und klopft panisch an anderen Türen. Erst am Morgen wird er von einem jungen Paar gerettet, das ihn in seine luxuriöse Wohnung aufnimmt und neu einkleidet. Yoav erhält nicht nur einen schicken senfgelben Mantel und ein Handy, sondern auch ein dickes Bündel Geld. Der vermögende Industriellensohn Emile, der sich gleich zu ihm hingezogen fühlt, schreibt gerade an einem Roman. Seine Mitbewohnerin und Freundin Caroline studiert Oboe am Konservatorium und war laut Emile früher sexsüchtig. Auch wenn Yoav bald aus Emiles und Carolines Wohnung auszieht und sich eine kleine, baufällig Einzimmerwohnung nimmt, bleibt er mit ihnen in Kontakt.

Ein Französischwörterbuch wird zum ständigen Begleiter in Yoavs neuem Leben, und er beginnt, auf der Straße französische Synonyme vor sich her zu sagen. Bei seinem neuen Job als Sicherheitsmitarbeiter im israelischen Konsulat macht er sich mit seiner antiisraelischen Haltung und seiner Weigerung, Hebräisch zu sprechen, nicht beliebt. Sein Kollege Yaron empfindet Europa als ein Hornissennest des Antisemitismus, dessen Kern Frankreich ist. Er hat die Angewohnheit, Passanten auf der Straße oder in der Metro mit seiner jüdischen Herkunft zu konfrontieren, um so antisemitische Reaktionen zu provozieren. Yoavs Freundschaft mit ihm hält nicht lange. Auch seinen Job ist Yoav schnell wieder los, als er bei strömendem Regen die wartende Menge ohne Überprüfung ins Konsulat lässt und lautstark "offene Grenzen" skandiert.

Als Yoavs Vater nach Paris kommt, weigert er sich, ihn zu treffen und schickt stattdessen Emile. Dennoch kommt sein Vater in Kontakt mit ihm und überlässt ihm Geld. Yoav weigert sich aber, mit ihm Hebräisch zu sprechen und bittet ihn auf Englisch, abzureisen. Emile betrachtet zusehends sein Leben im Vergleich zu Yoavs als "banal". Daraufhin "schenkt" Yoav seinem Freund seine Lebensgeschichten. Auch beginnt Yoav eine Affäre mit Caroline und verheiratet sich auf Bestreben von Emile mit ihr, um leichter an einen französischen Pass zu gelangen. Dafür muss er aber einen Integrationskurs besuchen.

Um Geld zu verdienen, bietet sich Yoav zwischenzeitlich per Annonce als Aktmodell an. Daraufhin gelangt er unwissentlich an einen Pornoproduzenten. Als er gedrängt wird, sich vor der Kamera den Finger in den Anus einzuführen und seine Muttersprache zu sprechen, wird er nervös und wechselt erstmals wieder ins Hebräische zurück. Von einem späteren Pornodreh mit einer Libanesin flüchtet er, als er gezwungen wird, eine Soldatenuniform anzuziehen. Seine Filmpartnerin weigert sich daraufhin, mit ihm vor der Kamera Sex zu haben. Yoav flüchtet zu Emile, den er kurz darauf darum bittet, seine Geschichten wieder zurückzubekommen. Emile willigt ein. Yoav überkommt aber bald das Gefühl, dass Emile der Freundschaft mit Caroline und ihm überdrüssig ist. Es kommt zum Bruch mit Caroline, als Yoav einen Auftritt mit ihrem Orchester kritisiert, sich in einen Wutanfall steigert und beinahe mit einem Musiker prügelt. Daraufhin beschließt er nach sieben Monaten, Paris zu verlassen und nach Israel zurückzukehren. Als er sich von Emile verabschieden möchte, bleibt dessen Wohnungstür verschlossen. Yoav versucht daraufhin, mit Gewalt die Tür aufzubrechen.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Synonymes": 3,1 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Synonymes aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.