Der Knochenmann

Der Knochenmann ist ein österreichischer Kriminalfilm aus dem Jahr 2009. Der Film enthält Elemente der Schwarzen Komödie und der Groteske und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Wolf Haas, der auch am Drehbuch mitwirkte. Er bildet die Fortsetzung zu den zuvor entstandenen Buchverfilmungen Komm, süßer Tod und Silentium .

Ein Mann namens Horvath ist verschwunden. Die letzten Leasingraten für seinen Wagen sind nicht bezahlt. Unwillig übernimmt Brenner von seinem alten Freund Berti den mickrigen Auftrag, den säumigen Zahler zur Begleichung seiner Schuld zu bewegen ... (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Der Knochenmann
Genre: Krimi, Thriller, Komödie
Produktion: Österreich
Jahr: 2009
Länge: 121 Minuten
Verleih: Majestic-Filmverleih
FSK: 16

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Josef Hader, Wolfgang Murnberger, Wolf Haas
Produktion: Danny Krausz , Kurt Stocker
Kamera: Peter von Haller
Schnitt: Evi Romen

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Der Knochenmann. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Die Handlung beginnt in Bratislava, wo es in einem Bordell zu einem Zwischenfall kommt: Ein Zuhälter wird von einem offenbar verärgerten Kunden aus einem Fenster im ersten Stock geworfen. Sein Freund Evgenjev kann jedoch das Autokennzeichen des flüchtenden Täters fotografieren.

Kurz darauf bekommt Brenner von seinem in Wien eine Autoleasingfirma betreibenden Freund Berti den Auftrag, vom angeblich im Gasthof Löschenkohl in der Steiermark residierenden Maler Horvath ausstehende Leasingraten einzutreiben. In Klöch angekommen stößt Brenner auf Missmut und Schweigen. Weder der Wirt noch die Kellnerin wollen ihm etwas über den Aufenthaltsort des Malers erzählen. Als Brenner schon wieder abreisen will, bietet ihm der Juniorchef Paul, der in Brenner einen Privatdetektiv zu erkennen glaubt, an, für ihn eine Observation durchzuführen: Der Wirt - Pauls Vater - lässt auffällig viel Geld aus dem Betrieb verschwinden. Brenner lehnt die Beschattung zunächst ab, aber als er dann Pauls Ehefrau Birgit kennenlernt, entschließt er sich, zunächst da zu bleiben.

Am folgenden Abend taucht der Freund des toten Zuhälters in Klöch auf und versucht den alten Löschenkohl zu erpressen. Dieser hatte nämlich den Zuhälter aus dem Fenster geworfen und zu dem Vorfall gibt es eine Video-Aufzeichnung. Als der Erpresser damit droht, die Prostituierte Valeria, die Geliebte des Wirts, in ein Bordell in der Türkei zu verkaufen bzw. sie in einem Snuff-Video ermorden zu lassen, tötet ihn der Wirt und zerlegt die Leiche in seinem Schlachtraum im Keller. Doch dabei wird er von der Freundin des Toten überrascht. Als diese - von Löschenkohl verfolgt - flüchtet, kommt sie mit ihrem Wagen von der Straße ab und überschlägt sich. Der Wirt schiebt den Unfallwagen mit der Schwerverletzten schließlich in einen Bach, so dass die Frau ertrinkt. Das Fleisch des Toten wird zu Gulasch verarbeitet.

Zufällig entdeckt Paul am Morgen darauf das Wrack und findet darin eine Tasche, die er an sich nimmt. Zu Hause entdeckt er darin die Todesanzeige des Zuhälters aus Bratislava und ein Videoband, das seinen Vater bei der Tat in Bratislava zeigt. Auch Paul will ihn nun damit erpressen, doch der alte Löschenkohl hat nur Verachtung und Sarkasmus für seinen Sohn übrig. Paul geht zur Polizei, um den Vorfall anzuzeigen und legt dem Polizisten als Beweis die Todesanzeige vor. Doch der nimmt Paul nicht ernst und führt ihn in einen Nebenraum, wo sich der vermeintlich tote Zuhälter befindet. Es stellt sich heraus, dass dieser sich bei dem Sturz aus dem Fenster lediglich ein Bein gebrochen hat. Der Erpressung lag also eine Lüge zugrunde. Der Zuhälter kann Paul überreden, ihn zum alten Löschenkohl zu führen, um endlich zu erfahren, wo sich sein verschwundener Freund befindet.

Brenner bekommt von all dem zunächst nichts mit, denn zwischen ihm und Birgit entwickeln sich zarte Gefühle. Als er im Schlachtraum einen abgeschnittenen Finger findet, kommt Brenner jedoch ins Grübeln. Er glaubt, dass der Finger dem Maler Horvath gehören könnte. Während im Wirtshaus Löschenkohl ein großer Maskenball gefeiert wird, lösen sich die Rätsel allmählich auf: Die Kellnerin gibt sich als Horvath zu erkennen, der sich bis zu seiner geschlechtsangleichenden Operation bei Löschenkohl vor seinen Gläubigern hat verstecken wollen. Im Schlachtraum stößt Brenner auf den gefesselten Paul und den neben Schweinehälften aufgehängten Zuhälter, die beide vom Wirt dort eingesperrt wurden. Als der Wirt dazu kommt, gibt es einen Kampf zwischen ihm und Brenner, bei dem Brenner vom Wirt ein Finger abgehackt wird. Durch das Einschreiten von Paul, der sich von seinen Fesseln hat befreien können und seinem Vater ein Fleischermesser in den Rücken sticht, bleibt Brenner am Leben. Es bleibt aber in der letzten Szene vor dem tödlichen Stich, in der der alte Wirt noch von seinem drangsalierten Opfer ablässt, unklar ob er Brenner wirklich hat töten wollen. Die Polizei beendet schließlich das Faschingsfest. Paul wird von Birgit verlassen, Brenner muss mit Berti zum Unfallkrankenhaus Meidling fahren, um seinen gekühlten Finger zu retten. Der Film endet damit, dass Brenner und Berti wegen einer Panne auf einer Wiener Autobahn stehen und auf einen Rettungswagen oder einen Hubschrauber warten, damit Brenner mit seinem abgetrennten Finger noch rechtzeitig ins Krankenhaus kommt.

Unterschiede zur Romanvorlage

Die Handlung wurde für die Verfilmung sehr stark verändert und weicht in vielem von der Romanvorlage ab. Josef Hader erklärt dies in einem Interview mit dem Magazin TBA so:

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Der Knochenmann": 3,7 von 5 Punkten - der Film ist gut und man macht nichts falsch, wenn man ihn sich anschaut!

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Der Knochenmann (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.