Der gute Hirte

Der gute Hirte ist ein Thriller von Robert De Niro aus dem Jahre 2006. Der Film lief am 22. Dezember 2006 in den USA an und kam am 15. Februar 2007 in Deutschland in die Kinos. Ab dem 28. Juni 2007 begann die Vermarktung als DVD.

Edward Wilson, ehrgeiziger Yale-Student, tritt 1939 einer geheimen Bruderschaft bei, aus der viele künftige Führungskräfte hervorgehen. Schon bald wird er vom FBI angeworben und verrät seinen Lehrer Fredericks als Nazi-Sympathisanten ... (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: The Good Shepherd
Deutscher Titel: Der gute Hirte
Genre: Thriller, Biografie, Drama, Spionage, Historie
Produktion: USA
Jahr: 2006
Länge: 167 Minuten
Verleih: Universal Pictures Germany
FSK: 12

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Eric Roth
Produktion: Robert De Niro, James G. Robinson, Jane Rosenthal
Kamera: Robert Richardson
Schnitt: Tariq Anwar

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Der gute Hirte. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Nach seinem Abschluss an der Yale University wird Edward Wilson im Jahre 1939 Skull-and-Bones-Mitglied. Während des Zweiten Weltkriegs wird er Mitglied des amerikanischen Office of Strategic Services und nach dem Krieg der neu gegründeten CIA. Wilson ist als Agent des Geheimdienstes im Kongo, der Dominikanischen Republik und in Kuba unterwegs. In seinen im Film dargestellten 20 Dienstjahren während des Kalten Krieges wird aus dem jungen Lyrikstudenten ein gefühlloser Mann, der sich von seiner Familie entfremdet.

Er lernt auf einer Feier der Skull and Bones die Schwester seines Freundes, Clover, kennen, die er aufgrund ihrer Schwangerschaft aus Pflichtbewusstsein heiratet.

Wilson kommt mit dem FBI-Mitarbeiter Sam Murach in Kontakt und hilft ihm bei der Zerschlagung einer Nazi-Bruderschaft. Bald darauf wird er von dem patriotischen General Bill Sullivan für das Office of Strategic Services angeworben. Er lässt seine Ehefrau Clover noch während der Schwangerschaft in den USA zurück, als er für das OSS nach London ziehen muss. Nach etwa sechs Jahren kehrt er wieder nach Hause zurück, wo er seinen Sohn Edward Jr. das erste Mal sieht. Im Jahre 1947 wird er nach der Auflösung des OSS leitender Mitarbeiter bei der neu gegründeten CIA. Wilson ist auf der Suche nach Gründen für das Scheitern der US-amerikanischen Invasion in der Schweinebucht im April 1961.

Der Film verwebt in Form von Rückblicken verschiedene Handlungsstränge. Wilson befasst sich mit einem Korruptionsfall innerhalb der CIA sowie mit der Frage, wie Informationen über die geplante Invasion an den KGB gelangen konnten. Wilson vertraut dabei anscheinend niemandem außer General Sullivan und dessen Stellvertreter Ray Brocco.

In diesem Handlungsstrang gibt es einen weiteren Rückblick auf Wilsons Kindheit, der für das Ende des Films wichtig wird. Als Edward Wilson sechs Jahre alt war, erschoss sich sein Vater Thomas Wilson. Edward nahm dessen Abschiedsbrief an sich, ohne ihn jemandem zu zeigen und ohne ihn zu öffnen. General Sullivan wurde durch diesen frühen Verlust für ihn zur Vaterfigur.

Weitere Rückblicke behandeln Wilsons Spionagetätigkeit in London und Berlin. Diese bringt ihn in Kontakt mit "Ulysses", seinem Pendant beim KGB, der in Wilson einen angemessenen Gegner sieht. Sein Sohn Eddie wird Mitarbeiter der CIA, was zu weiteren Konflikten führt. Ein anonym zugespieltes, verschwommenes Foto soll einen Hinweis auf einen möglichen Verräter geben. Aufgrund eines undeutlichen und manipulierten Tonbands stellt sich später heraus, dass es sich bei der Verlobten seines Sohnes um eine feindliche Agentin handeln soll.

Wilsons Sohn hatte zeit seines Lebens darunter gelitten, dass in seinem Elternhaus alles geheim war und auch daher trotz jahrzehntelanger Ehe keine Vertrauensbasis zwischen seinen Eltern entstehen konnte. Dies ist zu seiner Schwäche geworden, und er plaudert "vertrauensvoll" das entscheidende, von ihm aufgeschnappte spanische Wort für "Schweinebucht" aus. Da seine Verlobte, obwohl sie ihn wohl ernsthaft liebt, diese Information weiterleitete, konnten die Invasionstruppen von vorbereiteten und genau an der Schweinebucht auf sie wartenden Truppen schnell zurückgeschlagen werden.

Damit droht nun Wilsons Sohn selbst, obwohl er nicht einmal weiß, dass er die undichte Stelle war und dass seine Verlobte dabei als feindliche Agentin wirkte, zum Gegenstand der Aufklärung beim CIA zu werden. Ulysses versucht Wilson dazu zu bringen, für die Gegenseite zu arbeiten, mit der Drohung, seinem Sohn sonst nicht helfen zu können. Wilson lehnt jedoch ab, mit der Begründung, dass es keinen Grund mehr gäbe, seinem Sohn etwas anzutun, der Schaden sei bereits angerichtet. Die Frage nach dem Schicksal der Verlobten seines Sohnes lässt er jedoch unbeantwortet.

Unmittelbar vor der Hochzeit wartet sein Sohn bereits vor der Kirche, während seine sich auf dem Weg dorthin befindliche Verlobte unterwegs aus dem Flugzeug gestoßen wird. Es bleibt offen, welcher Geheimdienst für diesen Mord verantwortlich ist. Es spricht aber viel dafür, dass Wilson selbst auf diese Weise eine für seinen Sohn und letztlich auch für ihn gefährliche Verbindung beenden ließ.

Das Ende des Films spielt in der Zentrale der CIA. Diese hat einen neuen Chef und soll wegen der undichten Stelle "gesäubert" werden. Wilson erhält die Leitung der Abteilung Gegenspionage. Außerdem soll eine demokratische Kontrolle ausgeübt werden. Genau dies hatte General Sullivan stets für notwendig gehalten, damit der CIA nur das Auge, nicht aber Kopf und Herz der USA werde. Unter neuer Führung wird aber über den politischen Wunsch nach Kontrolle des CIA nur gelächelt: "Als ob wir das jemals zuließen".

Wilson öffnet jetzt erst den seit seiner Kindheit aufbewahrten Abschiedsbrief seines Vaters. Dieser enthält die Aufforderung, es besser zu machen, aufrecht zu bleiben, mutig zu sein, ein guter Ehemann und ein guter Vater zu werden. Wilson vernichtet den Brief und betritt die neue CIA-Zentrale.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Der gute Hirte": 3,3 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Der gute Hirte (2006) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.