Quills - Macht der Besessenheit

Quills - Macht der Besessenheit ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs Philip Kaufman aus dem Jahr 2000. Die Produktion basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Doug Wright, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film schildert die letzten Lebensjahre des Marquis de Sade in der Psychiatrischen Klinik Charenton in Charenton-Saint-Maurice .

Paris, Ende des 18. Jahrhunderts. Die Revolution, die Frankreich erschüttert, erlebt Marquis de Sade in einem Sanatorium. Dem skandalträchtigen Schriftsteller ist jegliche Veröffentlichung untersagt. Dennoch kann er Texte aus der Anstalt schmuggeln. (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Quills
Genre: Drama, Biografie, Historie
Jahr: 2000
Länge: 124 Minuten
FSK: 16

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: , ,
Drehbuch: Doug Wright
Kamera: Rogier Stoffers
Schnitt: Peter Boyle

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Quills - Macht der Besessenheit. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der Film beginnt mit einer der Geschichten des Marquis de Sade. Diese handelt von einer Dame, die auf dem Weg zum Schafott ist und hieran eine masochistische Lust entwickelt. Der Marquis sinniert hierüber, schreibt seine Gedanken auf und lädt seine Leser ein, sich auf Geschichten vorzubereiten, die "Ihre Sinne anregen werden”.

Vier Jahre später ist de Sade in der psychiatrischen Klinik Charenton inhaftiert. Die Magd Madeleine LeClerc ist seine heimliche Komplizin und schmuggelt Manuskripte von ihm unter schmutziger Wäsche versteckt aus der Anstalt. Schon bald darauf wird seine Erzählung Justine anonym verlegt. Das Buch ist reißerisch und wird in den Straßen Paris zu einem illegalen Bestseller. Napoleon befiehlt daher die öffentliche Verbrennung sämtlicher Kopien des Buches und die Hinrichtung seines Autors. Napoleons Berater überzeugen diesen jedoch davon, Dr. Royer-Collard nach Charenton zu entsenden, um den Marquis von seinen Perversionen zu heilen und die Veröffentlichung weiterer Titel zu verhindern.

Der die Klinik leitende Abt ist vollkommen überrascht, als er erfährt, dass der Marquis diesen Text veröffentlichen konnte. Er hatte de Sade das Schreiben als Therapieform erlaubt und nicht erwartet, dass die so entstehenden Schriften an die Öffentlichkeit gelangen würden. Er verweigert de Sade weitere Tinte und Papier, um ihn auf diese Weise vom Schreiben abzuhalten. Zwischenzeitlich durchlebt Royer-Collard eine kurze unerfüllte Ehe mit einer wesentlich jüngeren Frau, die ihn schließlich verlässt und ihm ihren Abschiedsbrief in einer Ausgabe von Justine zurücklässt. Royer-Collard begreift das Buch von de Sade als wesentlichen Grund seines Unglücks.

Royer-Collard zwingt den Abt, de Sade in Ketten zu legen. Im weiteren Verlauf des Films entwickelt sich ein Machtkampf zwischen den beiden um den richtigen Umgang mit dem Marquis. De Sade gerät in diesem Streit zwischen die Fronten. Royer-Collard ist ein vehementer Vertreter der traditionellen Behandlungsmethoden für "Geisteskranke", die Eiswasserbäder und grausame Behandlungen umfassen. Im Gegensatz hierzu setzt der Abt auf eine friedliche Umgebung, Freiheiten und Gespräche, um die Gesundung seiner Patienten herbeizuführen. Der Abt bietet auch Theatervorführungen und Maltherapie an. Nachdem der Marquis die Bemühungen des Geistlichen wiederholt vorsätzlich unterläuft, ist dieser schließlich doch gezwungen, Royer-Collards Methoden anzuwenden, nachdem ihn der Adlige mit einem derben Schauspiel in Anwesenheit von Honoratioren verhöhnt hat.

Im weiteren Verlauf entdeckt der Abt, dass de Sade trotz aller Verbote und Maßnahmen weiterschreibt. Im weiteren Verlauf eskaliert der Streit beider Seiten über den Gebrauch hinsichtlich des Schreibmaterials, von Hühnerknochen und Wein bis hin zu Blut und Kleidungsfetzen als Schreibmaterial des Marquis, das der Abt jeweils konfiszieren lässt. Wütend und hilflos endet de Sade schließlich nackt in einer ebensolchen Zelle.

Weitere Versuche des Marquis, Madeleine die Geschichten durch mündliche Weitergabe über Mitgefangene zukommen zu lassen, werden durch einen Gefangenenaufstand und den Tod der jungen Magd beendet. Die Leiche wird von ihrer blinden Mutter entdeckt, die ebenfalls in der Anstalt tätig ist. Sowohl der Abt wie auch de Sade sind über den Mord bestürzt. Aus reiner Wut gibt der Adlige gegenüber dem Geistlichen vor, mit der Magd mannigfaltig Sex in den unterschiedlichsten Konstellationen gehabt zu haben. Die Antwort des Abts, dass diese bei ihrem Tod noch Jungfrau gewesen sei, stürzt ihn in noch tiefere Trauer. Bedrängt durch den Doktor, lässt der Abt de Sade schließlich die Zunge herausschneiden.

Der Abt bietet dem Adligen während der Krankensalbung die Möglichkeit, seinen Rosenkranz zu küssen, de Sade aber verschluckt das Kreuz und erstickt daran. Sein Tod verursacht den totalen mentalen Zusammenbruch des Abts, der ehemalige Leiter der Anstalt wird danach ebenfalls zum Patienten. In seiner Zelle wird die blinde Mutter Madeleines nun zu seiner Komplizin und er ist jetzt derjenige, der danach dürstet, seine Gedanken zu Papier zu bringen.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Quills - Macht der Besessenheit": 3,4 von 5 Punkten - der Film ist in Ordnung und besser als der Durchschnitt. Es fehlt nicht viel, um ein guter Film zu sein.

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Quills - Macht der Besessenheit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.