Match Point

Match Point ist ein Melodram-Thriller aus dem Jahr 2005 von Regisseur Woody Allen, der auch das Drehbuch schrieb. Bei seiner 39. Regiearbeit drehte Allen zum ersten Mal einen Film komplett in England.

Ein junger Tennislehrer von bescheidener Herkunft, Chris Wilton, verschafft sich eine Anstellung in einem der nobelsten Tennis-Clubs des vornehmen London. Er freundet sich mit Tom Hewett an, dem Sprössling einer reichen Familie ... (Maxdome.de-Filmbeschreibung)

Fakten zum Film

Filmdaten

Kinostart:
Originaltitel: Match Point
Deutscher Titel: Match Point
Genre: Drama, Action, Krimi
Jahr: 2005
Länge: ca. 119 Minuten
Verleih: Prokino Filmverleih
FSK: 6

Besetzung und Crew

Regie:
Stars: Jonathan Rhys-Meyers, ,
Drehbuch: Woody Allen
Produktion: Letty Aronson, Lucy Darwin, Gareth Wiley
Kamera: Remi Adefarasin
Schnitt: Alisa Lepselter

Inhaltsangabe

Hier findest Du die Zusammenfassung der Handlung für den Film Match Point. Achtung, Spoilerwarnung: bitte die Inhaltsbeschreibung nicht weiterlesen, falls Du das Ende des Films nicht erfahren möchtest!

Der Film beginnt mit der Zeitlupenaufnahme eines Tennisballs, der die Netzkante trifft und senkrecht in die Höhe springt - dann wird das Bild angehalten und somit bleibt unklar, in welchem Feld der Ball landen wird.

Chris Wilton, der aus einfachen Verhältnissen aus Irland stammt und seine eher mittelmäßige Karriere als Tennisprofi aufgegeben hat, kommt nach London, um als Tennislehrer in einem exklusiven Club zu arbeiten. Dort schließt er Bekanntschaft mit dem reichen Tom Hewett, der einer Industriellenfamilie entstammt und Mitglied der Londoner Prominenz ist. Beide schwärmen gleichermaßen für Opernmusik, und bald wird Chris zum gern gesehenen Gast im Hause der Familie. Der Vater Alec Hewett ist nach einem Gespräch über Fjodor Dostojewski von Wilton beeindruckt, außerdem verliebt sich seine Tochter Chloe in ihn. Das junge Paar vereinbart ein Treffen in der Saatchi Gallery, geht ins Kino, und nachdem Chris Chloe geküsst hat, beginnen die beiden eine Liebesbeziehung.

Bei den Hewetts lernt Chris außerdem die schöne, aber erfolglose US-amerikanische Schauspielerin Nola Rice kennen, die bisher lediglich einen Auftritt in einem Werbespot ergattern konnte. Sie ist Toms Verlobte. Ihre offensive Erotik trifft auf das Begehren des Tennisspielers, der sich jedoch zunächst zurückhalten muss. Die Beziehung zwischen Tom und Nola wird von den Eltern bestenfalls toleriert, die Mutter ergeht sich jedoch in kühlen Anspielungen auf die erfolglose Schauspielerei und rät Nola, sich eine andere Tätigkeit zu suchen.

Der soziale Aufsteiger Chris wird bald mit einer Anstellung in Vater Hewetts Firma belohnt, die Chloe angeregt hat. Er heiratet Chloe und bezieht mit ihr eine exklusive Maisonettewohnung am Südufer der Themse. Leidenschaftliches Begehren empfindet Chris jedoch für Toms Freundin Nola. Er stellt ihr nach und beginnt eine Affäre mit ihr, die noch intensiver wird, nachdem sich Tom von ihr getrennt hat. Das Verhältnis gerät jedoch in Schieflage, als die Geliebte Nola schwanger wird, während bei Ehefrau Chloe das sehnsüchtig erwartete Kind trotz mehrerer Konsultationen bei Fertilitäts-Ärzten ausbleibt. Immer angestrengter versucht Chloe schwanger zu werden und verdächtigt ihren Ehemann für einen Moment sogar, eine Affäre zu haben, da er sich immer öfter teilnahmslos zeigt, abwesend ist und heimliche Telefongespräche führt.

Chris, der seine ehelichen Pflichten schon geraume Zeit als Last empfindet, wird von Nola aufgefordert, sich zwischen ihr und seiner reichen Ehefrau zu entscheiden. Schließlich droht Nola, die nun in einer Londoner Boutique jobbt und sich weiterhin als Schauspielerin bewirbt, Chloe selbst zu informieren, falls er sie weiter hinhalte und nicht den Mut dazu aufbringe. Chris fasst daraufhin den Entschluss, Nola umzubringen und Chloe sowie seiner gesellschaftlichen Position treu zu bleiben. Es gelingt ihm tatsächlich, seinen raffinierten Mordplan in die Tat umzusetzen: Aus dem Waffenschrank seines Schwiegervaters entwendet er ein Jagdgewehr, verschafft sich Zutritt zur Wohnung von Nolas Nachbarin, erschießt die alte Frau, durchwühlt ihre Zimmer und steckt Schmuck sowie Medikamente ein. Danach wartet er in der Wohnung ab, bis Nola das Treppenhaus betritt, und erschießt auch sie. Alles soll danach aussehen, als hätte ein Drogenabhängiger eine alte Frau ausrauben wollen. Und nachdem er diese getötet habe, sei er auf der Flucht im Treppenhaus auf Nola gestoßen, die so zufällig zu einem Opfer geworden sei.

Die erbeuteten Medikamente und den Schmuck wirft Chris in die Themse, und auch der Ehering der Frau sollte im Fluss landen. Doch nachdem er den Ring weggeworfen hat, schlägt dieser von Chris unbemerkt am Ufergeländer auf, springt von dort - als visuelle Parallele zum anfangs gezeigten Tennisball - senkrecht nach oben, fällt dann aber nicht über das Geländer ins Wasser, sondern davor auf die Balustrade.

Die ermittelnden Polizisten gehen zunächst davon aus, dass der Täter aus dem Drogenmilieu kommen muss und Nola zufällig sein Opfer geworden ist. Allerdings befragen sie Chris, weil Nola in ihrem Tagebuch von ihrer Liebesbeziehung, der Schwangerschaft und Chris' Versprechen, seine Frau zu verlassen, berichtet hat. In einer traumartig-irrealen Szene tauchen die beiden Mordopfer bei Chris auf und ziehen ihn in einem kurzen Gespräch für seine Taten zur Rechenschaft. Chris gesteht ein, dass es angemessen wäre, wenn er festgenommen und bestraft würde; es wäre ein Zeichen von Gerechtigkeit oder ein Funken Hoffnung für so etwas wie Sinnhaftigkeit in der Welt. Der leitende Ermittler erkennt in einer nächtlichen Eingebung, dass Chris der Mörder sein muss.

Kurz darauf wird der Ehering der Nachbarin im Besitz eines bei einem Raubmordversuch zu Tode gekommenen Junkies mit langem Vorstrafenregister gefunden. Alles scheint dafür zu sprechen, dass dieser den Ehering aus der Wohnung der alten Frau gestohlen und die Morde begangen haben muss. Folglich lässt man den Verdacht gegen Chris fallen und hält den Fall für abgeschlossen.

In der Schlussszene des Films befindet sich Chris scheinbar integriert im Familienkreis. Man feiert die Niederkunft seiner Ehefrau, die endlich einen Sohn geboren hat. Der Film endet damit, dass Chris mit abwesender Miene aus dem Fenster nach draußen blickt, ohne sich am Gespräch der anderen zu beteiligen.

Kritik

Unsere Beurteilung, das sagt die Cinehits.de-Redaktion zum Film "Match Point": 3,9 von 5 Punkten - der Film ist gut und man macht nichts falsch, wenn man ihn sich anschaut!

Die Inhaltsangabe zum Film basiert auf dem Artikel Match Point aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Er steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Liste der Autoren.